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WEGE ZUM ERFOLG (III)

( Wörter)

Foto: Jens Schierenbeck

Wenn wir uns die die Handballspiele der Frauenbundesliga ansehen und uns mit den Teams freuen oder mitfiebern, dann sehen wir die aktuelle Mannschaft und haben nur eine ungefähre Ahnung davon, welche Anstrengungen und Mühen hinter den einzelnen Spielerinnen liegen, um dorthin zu kommen, wo sie jetzt stehen. Und wie viele Menschen an der Karriere beteiligt waren und die jungen Frauen unterstützt haben.

Zum Abschluss der kleinen Miniserie stellen wir den Weg von Jasmina Rühl vor, die seit Beginn der Saison 2022/2023 bei den Handball-Luchsen Buchholz-Rosengarten in der zweiten Bundesliga mittlerweile ein fester Faktor geworden ist. Jasmina Rühl steht mit 20 Jahren am Anfang ihrer Karriere im Frauenhandball und besetzt die Position der Spielmacherin im Rückraum.

Jasmina Rühl wurde die Handballorientierung praktisch in die Wiege gelegt. Durch die Familie, die als  Spieler/innen und Trainer das Handballspielen aktiv betrieben und Jasmina bereits als Baby neben der Bank erste Hallenluft schnuppern ließen, kam Jasmina mit sechs Jahren auf die Idee, es doch selbst mal mit dem Ball versuchen zu wollen. Vom Heimatverein in Harleshausen ging es über Calden und die Bezirks- und die Landesauswahl in Hessen. Über die Trainerin in Dittershausen (zugleich Coach der Hessenauswahl) und Förderin wurde Jasmina Rühl unterstützt, die bereits erkennbaren Potenziale bei einem der renommierten Vereine zu entwickeln. Und Jasmina entschied sich im Alter von 15 Jahren für den sicherlich nicht einfachen Weg, die Heimat in Hessen zu verlassen, um die professionelle Talententwicklung in Buxtehude anzunehmen. Nach eigenen Angaben aufgrund des überzeugenden Konzeptes des Vereins – eine sehr reife Entscheidung für eine sehr junge Spielerin. Am Anfang war das schwierig, in einer Vierer-Spielerinnen-WG weit von zuhause entfernt zu sein, einen Haushalt selbst zu führen, Essen zu kochen, ohne gewohntes Umfeld und manchmal mit viel Heimweh. Beim BSV in Buxtehude spielte Jasmina in der B-Jugend, der A-Jugend und beim Juniorenteam. Im Jahr 2021 nahm sie bereits an der Vorbereitung des Bundesligateams des BSV teil.

Nach der Saison 2021/2022 wurde Jasmina von Manager Sven Dubau angesprochen, ob sie sich vorstellen könnte, zu den Handball-Luchsen zu wechseln, um in der Oberliga-Mannschaft Spielpraxis zu sammeln – mit der Perspektive der Unterstützung der ersten Mannschaft in der 2. Bundesliga. Jasmina konnte ...

 

Hallo, Jasmina, Du hast Dich nach dieser Saison bereits fest in die Mannschaft der Handball-Luchse hineingespielt.

Durch die Zeit im BSV kannte ich schon viele Spielerinnen aus Buxtehude, mit denen ich in der A-Jugend und im Juniorteam gespielt habe, wie Finja (Harms), Nathi (Axmann), Kalle (Antonia Pieszkalla) Luisa (Hinrichs), Nantke (Ackmann) und Svea (Geist). Ich bin super aufgenommen worden; sowohl in der ersten, wie auch in der zweiten Mannschaft, war gleich voll drin. Zu Beginn habe ich die Vorbereitung in der zweiten Mannschaft mitgemacht, bin dann etwas später auch ins Training mit dem Bundesliga-Team eingestiegen. Wir hatten dort einen völligen Umbruch mit insgesamt neun neuen Spielerinnen. Und es gab ja aber auch Lampi (Sarah Lamp), Vogel (Mareike Vogel) und Svea, die bereits in den letzten Jahren mit den Luchsen in der zweiten und ersten Liga Erfahrungen haben sammeln können und die mir ganz viele Tipps geben konnten. Und auch Levke Kretschmann hat mit dem MTV Heide ja auch Zweitligaerfahrung.

Du hast nicht nur in der ersten, sondern auch in der zweiten Mannschaft trainiert und mitgespielt. Wie war das für Dich?

Am Anfang war es für mich nach einer längeren Verletzungspause im letzten Jahr gar nicht so leicht, mich einzupendeln, konnte dann aber gut mittrainieren. Es ist toll, durch die vielen ehemaligen Bundesligaspielerinnen, die in der zweiten Mannschaft spielen, so viele Tipps im Training und in den Spielen zu bekommen. Evelyn Schulz, Nadine Smit, Kim Land oder Kim Berndt nahmen mich sprichwörtlich an die Hand und haben mich toll unterstützt. Und über gute Leistungen habe ich mir immer mehr Spielanteile erarbeitet.Tatsächlich habe ich an den Spielwochenende fast regelmäßig die Spiele in der zweiten Bundesliga (samstags) und in der Oberliga (sonntags) mitgespielt.

Das ist eine Herausforderung an das Zeitmanagement, oder?

Ich studiere Jura ... nicht gerade das leichteste Studium, allerdings im Rahmen eines Fernstudiums. Da fallen dann zumindest die Reisezeiten weg. Und am Montag kann ich dann auch gern mal setwas päter mit dem Lernen beginnen, dann bekommt man das hin. Allerdings sind die Fahrten nach Hause sehr rar, zu Ostern, zu Weihnachten oder in der Sommerpause.

Was waren Deine Highlights der letzten Saison?

Ganz frisch ist ja, dass wir mit der zweiten Mannschaft Hamburger Pokalsieger geworden sind. Ein anderer Höhepunkt war der erste Einsatz in der zweiten Liga mit der Bundesligamannschaft und ich finde es super, dass wir – trotz der Verletztensituation in der vergangenen Saison – noch den 6. Platz in der zweiten Bundesliga errungen haben.

Zum Abschluss: Welche Wünsche hast Du für die kommende Spielzeit?

Ich hoffe, dass wir uns nach den Abgängen von Mareike Vogel und Sarah Lamp möglichst schnell wieder einpendeln. Und das gilt für uns als sehr junge Truppe ganz besonders. Ich freue mich auf viel Spaß im Team und bei den Spielen und dass wir alle das Beste geben.

 

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