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Unglückliche Niederlage im Abstiegskampf: Luchse verlieren dramatisch mit 30:29 gegen Werder Bremen

( Wörter)

Fotos: Stefan Michaelis

Die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten mussten am 21. Spieltag der 2. Bundesliga Frauen eine bittere Niederlage hinnehmen. In der Klaus-Dieter-Fischer-Halle unterlagen die Luchse vor 420 Zuschauern dem SV Werder Bremen nach einem packenden und temporeichen, jedoch technisch fehlerbehafteten Spiel mit 30:29 (17:18).

Starker Start, bitteres Ende

Nach zuletzt schwachen Auftritten wollten die Luchse gegen Bremen den erhofften Befreiungsschlag landen, doch am Ende überwog die Enttäuschung. Meret Ossenkopp avancierte in der ersten Halbzeit zur treffsichersten Spielerin der Gäste und erzielte beeindruckende sieben Treffer. Auch Torfrau Danique Trooster zeigte eine starke Leistung und hielt die Luchse mit mehreren Paraden im Spiel. Dennoch gelang es der Defensive nicht, die Bremer Angriffe konsequent genug zu unterbinden.

Trainer Dubravko Prelcec zog ein gemischtes Fazit: „In der ersten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Mannschaften. Wir konnten unsere Tore vor allem über das Tempo und die rechte Seite gut herausspielen.“

Führung verspielt: Die letzten zehn Minuten werden zum Verhängnis

Nach der Pause behielten die Luchse zunächst die Oberhand. Durch einen Doppelschlag in der 47. Minute von Nantke Ackmann (23:24) und Minke van Katwijk (23:25) konnte eine Zwei-Tore-Führung herausgespielt werden. Doch in den letzten zehn Minuten brach das Team ein und wirkte zunehmend nervös und ideenlos im Angriff.

„Unser Angriff war leider sehr ideenlos und wir fanden keine Lösungen“, kritisierte Trainer Prelcec nach dem Spiel. Dennoch hielt Marla Mathwig mit einem sicher verwandelten Siebenmeter in der 59. Minute die Luchse im Spiel und erzielte das 28:29.

Dramatisches Finale: Siebenmeter entscheidet das Spiel

40 Sekunden vor Schluss gelang Leni Ruwe der 29:29-Ausgleich für Bremen. Die Luchse starteten einen letzten Angriff, verloren jedoch den Ball nach einem Fehlpass von Lucy Saul auf Meret Ossenkopp. In der Schluss-Sekunde zeigten die Schiedsrichter auf den Siebenmeterpunkt. Luise Albert übernahm die Verantwortung und verwandelte nervenstark zum 30:29-Siegtreffer für Bremen.

Geschäftsführer Sven Dubau zeigte sich enttäuscht: „Herzlichen Glückwunsch an die Bremerinnen, die bis zur letzten Sekunde gekämpft haben. Die letzte Situation ist bitter und ich sehe diese auch anders, jedoch haben wir das Spiel vorher aus der Hand gegeben. Anstatt uns vom Tabellenkeller abzusetzen, sind wir nun wieder mittendrin."

Mit dieser Niederlage bleiben die Luchse zwar noch drei Punkte vor den Abstiegsplätzen, haben jedoch auch ein Spiel mehr absolviert als die Konkurrenz. Bereits am kommenden Samstag empfängt das Team die Vipers aus Bad Wildungen im heimischen Luchsbau. Nach den Niederlagen gegen Regensburg und Bremen ist ein Sieg dringend notwendig, um nicht weiter abzurutschen.

SV Werder Bremen: Friesen (1), Pajak, Fleischer, Conze (4), Schumacher (1), Probst (1), Becker (3), Häberle (3), Bergmann, Ruwe (6), Thorn, Albert (6/2), Birk (4), Rode (1)

HL Buchholz 08-Rosengarten: Rossignoli, Trooster, Lück (2), Harms (1), Saul (1), Mathwig (2/2), van Katwijk (2), Pieszkalla, Kollmer (3), Meisner, Ossenkopp (9), Meyer (6), Jopp, Ackmann (3)

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