Mit Elina Döring, Lotta Christiansen, Jule Meisner, Lucy Saul, Malu Sperling und Nantke Ackmann bleiben den Luchsen wichtige Spielerinnen durch bestehende Verträge erhalten. Auch auf der Trainerbank setzt der Verein auf Kontinuität: Dubravko Prelcec wird weiterhin an der Seitenlinie stehen. Bei den auslaufenden Verträgen von Lene Forsbach, Anja Rossignoli (Option), Selina Jopp, Marla Mathwig, Antonia Pieszkalla sowie bei den verletzten Spielerinnen Jasmina Rühl und Marleen Kadenbach werden die finalen Entscheidungen in den kommenden Tagen bekanntgegeben.
Eins ist jedoch schon jetzt klar: Die neue Saison wird herausfordernd und verlangt den Luchsen in vielen Bereichen höchste Aufmerksamkeit und Einsatzbereitschaft ab. Die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten starten dennoch mit klaren Zielen in die kommende Saison der 2. Handball-Bundesliga Frauen – wohlwissend, dass sich die Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren deutlich verschärft haben. Die größten Herausforderungen liegen dabei längst nicht mehr nur auf dem Spielfeld.
Gestiegene Reisekosten – teilweise um bis zu 40 Prozent – sowie ein erneut erhöhter Mindestlohn führen zu deutlichen Mehrbelastungen. Entwicklungen, die auch im Frauen-Leistungssport unmittelbar spürbar sind. „Alle Spielerinnen haben einen Arbeitsvertrag. Sie spielen nicht einfach in ihrer Freizeit, sondern sind angestellt, berufsgenossenschaftlich versichert und Teil eines professionellen Systems“, erklärt Geschäftsführer Sven Dubau. „Das bedeutet auch: Wenn die Kosten im Alltag steigen, trifft uns das direkt.“
Parallel dazu wachsen die Anforderungen der Liga weiter, während die finanziellen Spielräume begrenzt bleiben. „Die Anforderungen sind teilweise schwer zu erfüllen. Gleichzeitig ist es extrem schwierig, neue Werbepartner für den Frauensport zu gewinnen. Öffentliche Gelder gibt es kaum – am Ende ist jedes Jahr ein Tanz auf dem Drahtseil“, so Dubau.
Trotz der angespannten Lage richtet sich der Blick klar nach vorn. Die Luchse bauen weiterhin auf ein stabiles Umfeld, verlässliche Partner und eine treue Fanbasis. Dabei geht es bewusst um mehr als nur sportlichen Erfolg: „Wir geben jungen Talenten nicht nur eine sportliche Perspektive, sondern auch eine berufliche Zukunft. Wir vermitteln Ausbildungsplätze, Arbeitsstellen und begleiten sie auf ihrem Weg“, betont Dubau.
Die Ausgangslage ist anspruchsvoller geworden – der Anspruch der Luchse bleibt derselbe: sich sportlich weiterzuentwickeln und gleichzeitig nachhaltige Perspektiven für die Spielerinnen zu schaffen.


