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Luchse zeigen starke Leistung gegen Erstligisten Zwickau

( Wörter)

Foto: handball.franziska

DHB-Pokal: HL Buchholz 08-Rosengarten unterliegt dem BSV Sachsen Zwickau mit 33:34 – starke Generalprobe vor dem Ligastart

Was für ein Auftakt in die Pflichtspielsaison: Die Handball-Luchse haben sich in der ersten Runde des DHB-Pokals nur denkbar knapp dem Erstligisten BSV Sachsen Zwickau geschlagen geben müssen. Nach 60 intensiven Minuten stand in der NordHeideHalle eine 33:34-Niederlage auf der Anzeigetafel. Zur Halbzeit hatte Zwickau noch mit 17:14 geführt. 215 Zuschauer sahen einen Pokalfight, in dem die Luchse dem Bundesligisten über weite Strecken auf Augenhöhe begegneten.

Die Luchse hatten sich als Gewinner des Hamburger Landespokals für die erste Runde des DHB-Pokals qualifiziert. Für die Mannschaft von Trainer Dubravko Prelcec war es zugleich das erste Pflichtspiel der neuen Saison – und damit eine echte Standortbestimmung vor dem Ligastart am kommenden Sonntag. Dann empfangen die Luchse um 16:00 Uhr die Füchse Berlin zum ersten Spieltag der neuen Saison.

Zwickau erwischte den besseren Start und ging schnell mit 3:0 in Führung. Doch die Luchse ließen sich davon nicht beeindrucken. Pia Louisa Döpke, Marla Sophie Mathwig und Lucy Saul sorgten innerhalb kürzester Zeit für den 3:3-Ausgleich. Anschließend entwickelte sich eine offene Partie. Besonders die kompakte Abwehr der Luchse stellte den Erstligisten immer wieder vor Probleme. Gleichzeitig nutzte die Mannschaft von Dubravko Prelcec die Ballgewinne immer wieder für schnelle Tore.

„Wir haben eine gute erste Halbzeit mit einem tollen Teamgeist gespielt. Wir waren von Anfang an da und haben gegen einen Erstligisten sehr gut dagegengehalten“, sagte Prelcec. Seine Mannschaft blieb bis Mitte der ersten Hälfte dran, beim 9:9 durch Nantke Ackmann war die Partie wieder völlig offen. Auch nach dem zwischenzeitlichen 10:12 aus Sicht der Luchse blieb das Team dran. Eike Hannemann und Lene Marie Forsbach verkürzten, doch Zwickau ging mit einer 17:14-Führung in die Pause.

Nach der Pause drehen die Luchse auf

Wer allerdings geglaubt hatte, die Luchse würden sich mit einer guten ersten Halbzeit zufriedengeben, wurde schnell eines Besseren belehrt. „Wer aber geglaubt hat, dass wir uns mit einer Halbzeit zufriedengeben, konnte sich auf die zweite Halbzeit freuen. Wir waren noch lange nicht satt“, so Prelcec.

Und seine Mannschaft lieferte. Nach dem 15:18 kämpften sich die Luchse Tor um Tor heran. Marla Sophie Mathwig, Malu Sperling und Katharina Böhmker brachten die Gastgeber zurück ins Spiel, ehe Nantke Ackmann in der 37. Minute zum 21:20 traf – die erste Führung der Luchse. Kurz darauf erhöhte Pia Louisa Döpke auf 22:21 und Mathwig auf 23:22.

„Das war unsere stärkste Phase. Wir haben das Spiel gedreht, sind mit zwei Toren in Führung gegangen und haben gezeigt, dass wir auch gegen einen Erstligisten unser Spiel durchsetzen können“, analysierte der Luchse-Trainer.

Bis zum 27:25 lagen die Gastgeber vorne. Dann zeigte sich allerdings auch die Erfahrung des Erstligisten. Zwickau blieb ruhig, erhöhte den Druck und drehte die Partie erneut. Die Luchse gerieten mit 27:29 ins Hintertreffen, kämpften sich aber erneut zurück. Lotta Christiansen glich zum 29:29 aus.

„Natürlich hat Zwickau viel Erfahrung und Qualität. Aber auch nach dem Rückstand haben wir nicht aufgegeben. Genau diese Moral und Einstellung nehme ich aus diesem Spiel mit“, sagte Prelcec.

Dramatische Schlussphase

Die letzten Minuten wurden zum echten Pokalkrimi. Zwickau legte mehrfach vor, doch die Luchse blieben dran. Lucy Saul verkürzte auf 31:32, Lotta Christiansen glich zum 32:32 aus und 1:51 Minuten vor Schluss traf Malu Sperling zum 33:33.

„Wir haben immer wieder Antworten gefunden und uns zurückgekämpft. Das zeigt, welchen Charakter diese Mannschaft hat“, lobte Prelcec sein Team.

Zwickau erzielte anschließend durch Lili Zea Balogh den Treffer zum 33:34. Die Luchse hatten noch die Möglichkeit zum Ausgleich. Mannschaftsführerin Pia Louisa Döpke übernahm Verantwortung und suchte im Eins-gegen-Eins den Weg zum Tor. Die Schiedsrichterinnen entschieden auf Stürmerfoul – damit war die letzte Ausgleichschance vergeben.

Ackmann: „Darauf können wir stolz sein“

Auch Mannschaftsführerin Nantke Ackmann zeigte sich trotz der bitteren Niederlage zufrieden mit dem Auftritt ihrer Mannschaft:

„Natürlich ist es im ersten Moment bitter, ein Spiel mit einem Tor zu verlieren, vor allem weil wir die Chance auf den Ausgleich hatten. Aber wir haben heute gezeigt, was in uns steckt. Gegen einen Erstligisten so zurückzukommen und zwischenzeitlich sogar mit zwei Toren zu führen, ist ein starkes Zeichen. Darauf können wir stolz sein.“

Ackmann gehörte mit fünf Treffern zu den erfolgreichsten Luchsen. Marla Sophie Mathwig war mit sechs Toren, davon fünf Siebenmeter, beste Werferin der Gastgeberinnen. Pia Louisa Döpke erzielte ebenfalls sechs Treffer, Malu Sperling kam auf vier Tore und Lotta Christiansen auf vier Treffer.

Prelcec wollte trotz der knappen Niederlage ebenfalls nicht lange mit der Enttäuschung hadern: „Wir haben ein tolles Spiel gemacht. Wir haben gekämpft, hatten eine gute Einstellung und Moral. Natürlich sind wir enttäuscht, weil wir so nah dran waren. Aber ich freue mich jetzt auf die Saison. Wenn wir diese Einstellung und diesen Teamgeist mitnehmen, sind wir gut vorbereitet.“

Damit endet die Pokalreise der Luchse zwar bereits in der ersten Runde, doch die Mannschaft nimmt aus dem Duell mit dem Erstligisten viel Selbstvertrauen mit. Die Generalprobe für die neue Saison ist trotz des Ausscheidens gelungen.

Jetzt gilt der volle Fokus der Liga: Am kommenden Sonntag um 16:00 Uhr empfangen die Luchse die Füchse Berlin zum ersten Ligaspiel der neuen Saison.

 

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