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Luchse verpassen die Überraschung gegen starke Solingerinnen

( Wörter)

Foto: Franziska Recht

Gute erste Halbzeit und starker Kampf bis zum Schluss reichen nicht – HSV Solingen-Gräfrath gewinnt mit 28:24.

Die Handball-Luchse haben am siebten Spieltag der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen eine weitere Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den ambitionierten HSV Solingen-Gräfrath 76 unterlag die Mannschaft von Trainer Dubravko Prelcec vor 255 Zuschauern in der NordHeideHalle mit 24:28 (11:9). Dabei zeigten die Luchse insbesondere in der ersten Halbzeit eine starke Leistung, mussten sich am Ende aber der größeren Durchschlagskraft der Gäste geschlagen geben.

Starke Defensive bringt die Luchse auf Kurs

Die Gastgeberinnen erwischten einen guten Start und präsentierten sich von Beginn an konzentriert in der Abwehr. Auch Torhüterin Lina Steinecke erwischte einen hervorragenden Abend und war mit insgesamt elf Paraden ein wichtiger Rückhalt ihrer Mannschaft. Nach dem frühen 0:1-Rückstand drehten die Luchse die Partie durch Treffer von Lucy Saul und zweimal Nantke Ackmann auf 3:1. Solingen fand zunächst nur schwer Lösungen gegen die kompakte Defensive der Gastgeberinnen.

Allerdings taten sich auch die Luchse im Angriff gegen die körperlich robuste Abwehr der Solingerinnen schwer. Viele Aktionen mussten hart erarbeitet werden, klare Abschlussmöglichkeiten blieben zunächst rar. Dennoch behauptete sich das Team von Dubravko Prelcec mit großem Einsatz. Über 4:2, 7:4 und 9:5 bauten die Luchse ihren Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf vier Tore aus. Solingen verkürzte anschließend, doch die Gastgeberinnen nahmen eine verdiente 11:9-Führung mit in die Kabine.

„Wir machen eine tolle erste Halbzeit. Die Abwehr steht richtig gut und Lina gibt uns mit ihren Paraden zusätzlichen Rückhalt. Wir haben Solingen vor einige Probleme gestellt. Allerdings müssen wir aus unseren Torchancen einfach mehr machen. Wir hätten uns durchaus noch einen größeren Vorsprung erarbeiten können“, lautete das Zwischenfazit von Trainer Dubravko Prelcec.

Solingen dreht nach der Pause die Partie

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste deutlich besser aus der Kabine. Während die Luchse zunächst noch auf 12:10 erhöhten, übernahm Solingen zunehmend die Kontrolle. Die Defensive der Gastgeberinnen konnte nicht mehr an die Stabilität aus der ersten Halbzeit anknüpfen. Die Solingerinnen nutzten die entstehenden Räume, kamen vermehrt über Durchbrüche zum Erfolg und drehten die Begegnung innerhalb weniger Minuten. Beim 13:15 in der 36. Minute lagen die Luchse erstmals mit zwei Toren zurück. Auch eine Auszeit von Prelcec brachte zunächst nicht die gewünschte Wende. Solingen baute den Vorsprung weiter aus und führte in der 40. Minute mit 17:14.

Die Luchse versuchten, dagegenzuhalten, fanden aber nur schwer zurück zu ihrer defensiven Stabilität. Prelcec reagierte mit weiteren Umstellungen und brachte damit noch einmal etwas Bewegung ins Spiel. Doch die Gäste hatten inzwischen ihren Rhythmus gefunden und hielten den Vorsprung zunächst konstant. In der 51. Minute stand es 24:19 für Solingen – die Vorentscheidung schien gefallen.

Doch die Luchse bewiesen Moral und gaben sich keineswegs geschlagen. Angeführt von Mannschaftsführerin Nantke Ackmann, die allein neun Treffer erzielte, kämpften sich die Gastgeberinnen noch einmal heran. Nach Toren von Ackmann und Leni Stolle stand es in der 54. Minute nur noch 21:24. Kurz darauf verkürzte Ackmann mit zwei weiteren Treffern sogar auf 23:25. Die Hoffnung auf eine Überraschung keimte noch einmal auf, doch Solingen behielt in der Schlussphase die Nerven und brachte den 28:24-Auswärtssieg über die Zeit.

„Wir haben heute über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir gezeigt, was in uns steckt. Aber wir schaffen es noch nicht, unsere Leistung über die gesamte Spielzeit auf diesem Niveau abzurufen. Es gelingt uns zwar, Solingen unter 30 Tore zu halten, aber wir werfen selbst einfach zu wenig. Daran müssen wir weiter arbeiten“, bilanzierte Prelcec nach der Begegnung.

Solingen festigt Platz drei – Luchse auf Rang elf

Mit dem Erfolg feiert der HSV Solingen-Gräfrath seinen fünften Sieg in Folge und unterstreicht seine Ambitionen im Kampf um die Aufstiegsplätze. Für die Luchse ist es hingegen die zweite Niederlage in Folge. Die Mannschaft belegt damit weiterhin den elften Tabellenplatz. Trotz der Niederlage können die Luchse einige positive Ansätze aus der Begegnung mitnehmen. Insbesondere die starke Defensivleistung in der ersten Halbzeit und der Kampfgeist bis in die Schlussminuten zeigen, dass die Mannschaft auch gegen ambitionierte Teams mithalten kann. 

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