Von Beginn an war klar: Das wird kein Selbstläufer. Beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe, das Spieltempo war hoch, die Abwehrreihen arbeiteten hart. Im Angriff lief viel über Lene Marie Forsbach, die immer wieder Verantwortung übernahm und wichtige Treffer erzielte. Dennoch ließ sich Lintfort mit seiner bekannten kämpferischen Art nie abschütteln. Konsequenz: ein leistungsgerechtes 15:15 zur Pause.
Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild kaum. Wenn die Luchse führten, dann nur knapp – lag Lintfort vorne, war der Abstand ebenso minimal. Stabiler wirkten jedoch die Gäste in den entscheidenden Phasen. Ein wichtiger Faktor war die kurzfristige Verstärkung durch die Hannoveranerin Emma Niemann, die per Doppelspielrecht zum Einsatz kam, direkt Tempo ins Spiel brachte und sich sehenswert in die Torschützenliste eintrug.
„Emma hat heute gezeigt, warum wir sie so gerne haben wollten. In der Abwehr hat sie stark gearbeitet und im Angriff gute Akzente gesetzt. Vor allem ihr Tempospiel hat uns in der zweiten Halbzeit sehr geholfen. Aber ich muss der gesamten Mannschaft ein Kompliment machen – sie wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen und haben sich am Ende selbst belohnt“, so Trainer Dubravko Prelcec.
Die Schlussphase hatte es in sich. Lintforts Siebenmeter-Spezialistin Svenja Rottwinkel verkürzte per Strafwurf auf 26:27 (57.) und hielt ihr Team im Spiel. Die Luchse blieben ruhig. In der letzten Aktion bekamen sie noch einen Freiwurf zugesprochen – ein letzter Pass, ein entschlossener Abschluss: Lene Marie Forsbach traf zum 26:28 und entschied damit die Partie endgültig.
Geschäftsführer Sven Dubau ordnete den Sieg klar ein: „Heute haben wir gesehen, dass wir uns weiterentwickelt haben. Wir bleiben in engen Spielen stabil und behalten die Nerven. Das war ein extrem wichtiger Auswärtssieg.“ Weiter geht es bereits am kommenden Samstag: Nach längerer Pause steht endlich wieder ein Heimspiel an. Am 07.02.2026 empfangen die Luchse den 1. FSV Mainz 05.


