Die Handball-Luchse haben am dritten Spieltag der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen eine deutliche Niederlage hinnehmen müssen. Vor 253 Zuschauern in der NordHeideHalle unterlag die Mannschaft von Trainer Dubravko Prelcec dem VfL Waiblingen mit 21:31 (14:18). Dabei konnten die Luchse in der Anfangsphase noch gut mithalten, mussten am Ende aber die Überlegenheit der Gäste anerkennen.
Luchse starten stark – Tigers übernehmen die Kontrolle
Die Luchse erwischten einen guten Start. Lotta Christiansen und Pia Döpke brachten die Gastgeberinnen nach 1:44 Minuten mit 2:0 in Führung. Waiblingen fand jedoch schnell ins Spiel und drehte die Partie. Über 4:5 und 4:7 setzten sich die Tigers bis zur 11. Minute erstmals deutlicher auf 5:9 ab. Die Luchse reagierten mit einer Auszeit und fanden zunächst wieder besser in die Begegnung. Durch Treffer von Lucy Saul, Leni Stolle, Jule Meisner und Pia Döpke verkürzten sie den Rückstand Schritt für Schritt. In der 20. Minute stand es nur noch 12:14.
„Wir haben am Anfang gut mitgehalten und uns auch nach dem ersten Rückstand wieder herangearbeitet. Aber wir haben uns gegen die sehr kompakte Waiblinger Abwehr bereits in dieser Phase schwergetan, Lösungen im Angriff zu finden. Gleichzeitig haben wir ihnen mit einigen Fehlern zu einfache Möglichkeiten gegeben“, so Luchse-Trainer Dubravko Prelcec zur ersten Halbzeit.
Dann kam Laura Hoke ins Waiblinger Tor – und die Torhüterin wurde zunehmend zu einem entscheidenden Faktor. Die Luchse taten sich weiterhin schwer, die kompakte Defensive der Tigers zu überwinden. Hoke wurde nun zum starken Rückhalt und hielt die Luchse mit zehn Paraden und einer starken Quote von 52 Prozent auf Distanz. Waiblingen konnte sich bis zur Pause wieder auf 18:14 absetzen.
Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Tigers den besseren Start und erhöhten innerhalb von gut zwei Minuten auf 20:14. Die Luchse gaben sich jedoch noch nicht geschlagen. Lucy Saul verkürzte auf 15:20, anschließend brachte Katharina Böhmker die Gastgeberinnen mit dem 16:21 wieder etwas näher heran.
4:2-Abwehr bringt die Luchse noch einmal heran
Trainer Dubravko Prelcec stellte seine Mannschaft anschließend defensiv um und ließ die Luchse offensiver in einer 4:2-Formation agieren. Die Maßnahme zeigte Wirkung. Die Tigers bekamen nun Probleme im Spielaufbau und die Luchse nutzten die neue defensive Stabilität, um noch einmal heranzukommen.
Mit viel Einsatz kämpften sich die Gastgeberinnen zurück. Pia Döpke traf zweimal, Marla Mathwig verwandelte zwei Siebenmeter und Katharina Böhmker sorgte in der 45. Minute für das 21:24. Plötzlich war die Partie wieder deutlich enger und in der NordHeideHalle keimte Hoffnung auf.
Tigers entscheiden die Partie in der Schlussphase
Doch die Luchse fanden im Angriff in dieser entscheidenden Phase keine passenden Antworten mehr. Während Waiblingen wieder zu seiner Linie zurückfand und seine Chancen konsequent nutzte, verloren die Gastgeberinnen zunehmend den Zugriff auf die Partie. Die Tigers legten einen entscheidenden Lauf hin und zogen innerhalb weniger Minuten von 24:21 auf 29:21 davon. Am Ende stand ein deutliches 31:21 für die Gäste auf der Anzeigetafel.
„Wir haben mit der 4:2-Abwehr noch einmal versucht, das Spiel zu drehen und haben damit auch für einige Zeit Probleme bei Waiblingen erzeugt. Leider haben wir vorne keine Lösungen gefunden, als es darauf ankam. Man hat der Mannschaft dann auch angemerkt, dass sie nicht mehr die nötige Sicherheit hatte. Gegen eine so erfahrene und gut eingestellte Mannschaft reicht das dann nicht“, resümierte Prelcec.
„Wir wurden ein Stück weit auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt“
Auch Luchse-Geschäftsführer Sven Dubau zollte dem Gegner Respekt: „Kompliment an die Tigers. Waiblingen hat heute eine richtig starke Leistung gezeigt und vor allem defensiv sehr konsequent gespielt. Die Mannschaft hat eine tolle Entwicklung genommen und man sieht, dass sie in dieser Saison eine sehr gute Rolle spielen kann. Wir wurden heute ein Stück weit auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.“
Dubau blickt dennoch nach vorne: „Wir dürfen jetzt nicht anfangen, alles infrage zu stellen. Natürlich ist eine Niederlage mit zehn Toren bitter, gerade vor heimischem Publikum. Aber wir wussten, dass es für uns in dieser Saison viele solcher Herausforderungen geben wird. Jetzt müssen wir unsere Köpfe hochnehmen, weiterarbeiten und uns auf unseren Kampf um den Klassenerhalt konzentrieren. Dafür brauchen wir jeden Einzelnen und müssen aus solchen Spielen die richtigen Schlüsse ziehen.“
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Luchsen ohnehin nicht. Am kommenden Samstag wird die Aufgabe allerdings nicht leichter, denn dann reist die Mannschaft zum Tabellenführer SG Nürtingen-Zizishausen. Dort wartet bereits die nächste schwere Herausforderung auf die Luchse, bevor anschließend eine zweiwöchige Spielpause folgt.


