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Luchse bezwingen Spreefüxxe in Berlin mit 21:23

( Wörter)

Foto: Katja Hinrichs, Handball-Luchse

Mit einem 21:23 (9:10) Auswärtssieg gelang es den Handball-Luchsen Buchholz 08-Rosengarten auswärts zwei wichtige Punkte in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen zu ergattern.

Die mitgereisten Fans der Luchse haben bereits vor dem Anpfiff mit ihren Trommeln und rot-schwarzen Fahnen beinahe Heimspielatmosphäre in Berlin entstehen lassen. Das Spiel war rein vom Tabellenstand her zwischen den Luchsen (8:2 Punkte) auf Platz 6 und den Füchsen (8:4 Punkte) auf Platz 7 sicherlich eines der Topspiele des siebten Spieltags der Saison.

Und genauso spannend gestaltete sich dann auch das Spiel.

Die Luchse haben zunächst den besseren Start erwischt und führten nach viereinhalb Minuten durch Treffer von Levke Kretschmann und Luisa Marla Hinrichs mit 2:0.

Doch bereits danach deutete sich durch Paraden von Mareike Vogel (Luchse) und Ela Szott (Füchse) an, dass dieses Spiel ein Spiel der Torhüterinnen werden sollte. Alle vier Keeperinnen der beiden Mannschaften zeigten im Horst Korber Sportzentrum eine hervorragende Leistung und waren sicher das Fundament dafür, dass für Handballverhältnisse an diesem Abend relativ wenig Tore gefallen sind. Aber das sollte der Spannung in diesem hochklassigen und hart umkämpften Spiel keinen Abbruch tun.

In der achten Spielminute glichen die Hauptstädterinnen durch einen 7-Meter von Linea-Sophie Höbbel aus. Höbbel war es auch, die in der 14 Spielminute zur 5:3 Führung für die Füchse erneut von der 7-Meter-Linie eingenetzt hat. Vier Minuten später gelang den Luchsen durch einen sehenswerten Treffer von Marthe Nicolai der Ausgleich zum 5:5 und im Weiteren gingen die Handball-Luchse durch die sehr stark spielende Levke Kretschmann in Führung.

In der 27. Minute zogen die Luchse sogar mit drei Toren Vorsprung auf 7:10 davon.  Doch die Buchholzerinnen konnten diesen Abstand nicht in die Halbzeit mitnehmen, denn innerhalb von 18 Sekunden gelangen den Berlinerinnen die beiden Anschlusstreffer durch Lynn Molenaar und Djazzmin Trabelsi zum 9:10 Halbzeitstand.

Beide Mannschaften agierten in einer kämpferischen und dennoch sehr fairen Partie immer auf Augenhöhe. Auch die von Beginn an sehr konsequente und souveräne Schiedsrichterleistung von Sebastian und Matthias Klinke trug dazu bei, dass dieses Spiel mit fairen und sportlichen Mitteln ausgetragen wurde.

Entscheidend sollte bei diesem engen Spielstand werden, wer konzentrierter und energischer aus der Halbzeitpause kommen würde. Doch beide Mannschaften agierten zunächst nervös. So vergab die Berlinerin Linea-Sophie Höbbel einen 7-Meter, gefolgt von einem Fehlwurf der Buchholzerin Sarah Lamp.

Nach fast zwei Minuten in der zweiten Halbzeit fasste sich die Mannschaftsführerin der Handball-Luchse, Svea Geist, ein Herz und erzielte ihren ersten Treffer zum 9:11.

Auch hierauf hatten die Hauptstädterinnen in Person von Lynn Molenaar die passenden Antworten, die zunächst aus dem Rückraum Mitte und dann vom Kreis einnetzte.

Zwei überragende Paraden der Berliner Torhüterin Mariia Gladun hielten den Füchsen den Rücken frei.

Im Folgenden gingen die Luchse immer wieder in Führung, fingen sich jedoch sehr schnell die Ausgleichstreffer ein. Der Wechsel von Angriff auf Abwehr ließ in dieser Phase des Spiels keine höhere Führung der Luchse zu. Im Gegenteil – nach 38 Minuten gingen die Berlinerinnen durch einen Treffer von Anais Gouveia sogar mit 14:13 in Führung. Maria Gladun (Berlin) und Mareike Vogel (Buchholz-Rosengarten) zeigten mit sehenswerten Paraden ihre Qualitäten als Torhüterinnen ihrer Mannschaften.

Das letzte Spieldrittel wurde somit zu einem regelrechten Krimi. Die überragende Levke Kretschmann glich nach 40 Minuten zum 14:14 aus. Weitere Treffer von Luisa Marla Hinrichs und Levke Kretschmann auf Seiten der Niedersächsinnen legten in den folgenden Minuten die Basis für den Erfolg. Die Luchse zogen den Füchsen nach 49 Minuten mit vier Treffern auf 16:20 davon.

Lisa Vlug erzielte für die Spreefüxxe zwar den Anschlusstreffer zum 17:20, doch wenige Sekunden später war es Finja Harms, die für die Luchse die Vier-Punkte-Führung wieder herstellte.

Paraden von Ela Szott aus Berlin und Danique Trooster aus Buchholz hielten die Spannung in diesem Spiel weiter hoch. Lynn Molenaar und Anais Gouveia gelang es für die Berlinerinnen, auf 19:21 zu verkürzen. Würden die verbleibenden siebeneinhalb Minuten für die Füchse reichen, um das Blatt zu wenden? Die Mannschaft aus der Hauptstadt tat, angefeuert von ihren Fans und den Spielerinnen auf der Bank alles, um zumindest doch noch den Ausgleich zu erzielen. Doch Levke Kretschmann erhöhte den Abstand durch ihren Treffer zum 19:22 wieder auf drei Tore.

Viereinhalb Minuten vor Schluss kamen die Berlinerinnen durch ein Tor von Vesna Tolic zwar erneut bis auf zwei Tore an die Luchse heran. Doch eine hervorragende Parade von Danique Trooster und ein weiterer Treffer von Levke Kretschmann zum 20:23 37 Sekunden vor Schluss sicherten den Handball-Luchsen den verdienten Erfolg.

Lynn Molenaar gelang es zwar noch, auf 21:23 zu verkürzen, doch am Ende siegten die Buchholzerinnen verdient durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und durch hervorragende Einzelleistungen und stabilisieren so mit 10:2 Punkten ihren Platz im oberen Tabellendrittel. Besonders hervorzuheben sind an diesem Spieltag sicherlich die 11 Treffer von Levke Kretschmann und die 12 Paraden von Mareike Vogel auf Seiten der Luchse.

Trainer Dubravko Prelcec zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Unsere Spielerinnen haben heute gezeigt, zu was wir in der Lage sind, wenn es uns gelingt, als Einheit aufzutreten und unseren Matchplan konsequent umzusetzen. Neben Torschützinnen wie Levke und Luisa sind es Spielerinnen wie zum Beispiel Svea als Kapitänin und Sarah Lamp, die durch ihre Erfahrung und technischen Fähigkeiten die Mannschaft zum Erfolg führen können, auch wenn sie heute kein Tor gemacht hat.“

Handball-Luchse Geschäftsführer Sven Dubau sah aber auch die Stärken auf Seiten der Berlinerinnen: „Susann Müller hat eine starke Mannschaft zusammengestellt, die uns heute alles abverlangt hat. Mit Spielerinnen wie Lynn Molenaar oder beiden Torhüterinnen hat sie uns heute vor eine schwierige Aufgabe gestellt. Letztlich sind wir aber glücklich und zufrieden, dass es uns heute gelungen ist, in diesem spannenden Auswärtsspiel zu gewinnen und so zwei wichtige Punkte mit nach Hause zu nehmen.“

 

Füchse Berlin

Gladun (6 Paraden), Szott (9 Paraden), Tolic (3 Tore), Molenaar (6), Höbbel (3), Gouveia (4), Gündel, Trabelsi (1), Wagenlader (2), Cappellaro, van der Linden, Vlug (1), Müller, Stefes (1)

 

Handball-Luchse 

Vogel (12 Paraden), Trooster (4 Paraden), Rühl (1), Harms (1), Nicolai (2), Lamp, Kretschmann (11), Pieszkalla (1), Reiche (1), Geist (2), Meisner, Hinrichs (4), Meyer, Ansorge

 

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