Am Samstag, den 17. Dezember treten die Handball-Luchse in Bremen gegen den SV Werder Bremen an – Vorfreude auf das Nachbarschaftstreffen der beiden Nord-Clubs.
Die Entfernung zwischen Buchholz in der Nordheide und Bremen beträgt gute 100 Kilometer. „Mehr Derby“ gibt es für die Handball-Luchse in der zweiten Bundesliga in dieser Saison nicht. Ein guter Grund also für viele Anhänger des Teams sich auf den relativ kurzen Weg zu machen, um das Spiel in Bremen live mitzuerleben. Und das verspricht eine stimmungsvolle Atmosphäre in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle.
Nicht der einzige Grund allerdings für die Vorfreude auf ein interessantes Spiel; auch die Tabellensituation trägt dazu bei, die Spannung zu steigern. Derzeit liegen die ersten neun Teams der Liga nur drei Minuspunkte voneinander entfernt, selten war die Leistungsdichte so eng. Daher werden die Luchse sehr darauf aus sein, die beiden Punkte mit nach Hause nehmen zu wollen, um in eben dieser oberen Tabellenhälfte die gute Ausgangsposition für die weitere Saison zu behalten. Und für das Team aus Bremen, das die zweite Tabellenhälfte anführt, geht es darum, mit einem Sieg den Anschluss an die vorderen Plätze zu bekommen.
Werder wird nach zuletzt zwei gewonnenen Spielen in Folge und aufgrund der guten Leistungen in dieser Saison, wie zum Beispiel dem deutlichen Sieg gegen den TSV Nord Harrislee oder dem Kantersieg gegen Lintfort (35:32), mit Selbstbewusstsein in das Derby gehen. Auch gegen die Spreefüxxe wurde ein Sieg nur hauchdünn verpasst.
Eine Stütze der Bremer Mannschaft ist sicherlich die sehr erfahrene Denise Engelke, die als Regisseurin im Rückraum die Mannschaft führt. Dabei setzt sie sehr geschickt ihre Mitspielerinnen ein (bereits 34 Assists), wirft – wenn es passt – gern auch selbst aufs Tor oder zeigt sich treffsicher am 7-Meter-Punkt. Kein Wunder also, dass sie mit 45 Toren eine Top-Scorerin ihres Teams ist. Aber auch von Rechtsaußen droht den Luchsen Ungemach; mit Elaine Rode haben die Bremerinnen dort eine zielsichere Schützin (sogar 46 Tore). Auch Naomi Conze, Anna Lena Bergmann und Alina Otto haben schon um die 30 Tore auf ihrem Konto.
Andererseits müssen sich die Handball-Luchse auch nicht verstecken: Im bisherigen Saisonverlauf konnte das Team aus Buchholz-Rosengarten gute Leistungen zeigen. Mit Levke Kretschmann (55 Tore), Luisa Hinrichs (44 Tore), Wiebke Meyer (28 Tore) oder Cara Reiche (26 Tore) ist man bei der Torausbeute auch sehr erfolgreich.
Der direkte Vergleich der beiden Torhüterinnen zwischen Wioleta Pajak (78 Paraden auf Bremer-Seite) und Mareike Vogel (77 Paraden für die Luchse) ist eng.
Alles ist gerichtet für ein spannendes Spiel am nächsten Samstag! Der Anwurf erfolgt um 18.30 Uhr und wird wie gewohnt über den Streamingdienst von Sportdeutschland TV übertragen.


