Am 8. Spieltag der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen steht für die Handball-Luchse eine der längsten Auswärtsfahrten der Saison auf dem Programm. Die Mannschaft von Trainer Dubravko Prelcec gastiert beim ESV 1927 Regensburg, der in der Liga seit Jahren zu den Topadressen zählt. Die Partie verspricht nicht nur sportlich eine anspruchsvolle Aufgabe zu werden, sondern auch eine besondere Atmosphäre in der Regensburger Heimspielstätte, dem sogenannten „Bunker“.
„In den vergangenen Jahren waren wir in Regensburg eigentlich chancenlos. Die Bunkerladies haben sich über einen langen Zeitraum kontinuierlich weiterentwickelt und leisten hervorragende Arbeit. Der Verein gehört seit Jahren zu den etablierten Größen der zweiten Liga und hat sich dort einen festen Platz erarbeitet. Das verdient unseren Respekt“, sagt Geschäftsführer Sven Dubau. „Natürlich fahren wir nicht nach Regensburg, um nur die Atmosphäre zu genießen. Wir wollen uns bestmöglich präsentieren und versuchen, es diesmal besser zu machen als bei unseren vergangenen Auftritten.“
Die Regensburgerinnen haben ihre Qualitäten zuletzt einmal mehr unter Beweis gestellt. Nach vier Siegen in Folge mussten sie sich am vergangenen Wochenende bei der HSG Freiburg mit einem 33:33-Unentschieden zufriedengeben. Dabei verspielte der ESV in den Schlusssekunden noch eine Zwei-Tore-Führung. Mit nun 9:3 Punkten gehören die Bunkerladies weiterhin zur oberen Tabellenhälfte und haben den Anschluss an die Spitzengruppe im Blick.
Auch Luchse-Trainer Dubravko Prelcec weiß um die besonderen Bedingungen, die seine Mannschaft in Regensburg erwarten. „In Freiburg zu spielen ist schon fast genauso unangenehm wie im Bunker in Regensburg. Ich kenne nur wenige Mannschaften, die von ihren Fans so lautstark und leidenschaftlich unterstützt werden wie die Bunkerladies. Die Zuschauer pushen ihre Mannschaft über 60 Minuten und machen es jedem Gegner schwer. Ich freue mich aber auch auf diese besondere Atmosphäre. Wir müssen von Beginn an konzentriert sein, dagegenhalten und dürfen uns von der Stimmung nicht beeindrucken lassen.“
Damit die Mannschaft ausgeruht und bestmöglich vorbereitet in die Begegnung gehen kann, machen sich die Luchse bereits am Freitag auf den Weg in die Oberpfalz. Die knapp 700 Kilometer lange Strecke wird traditionell mit der Bahn zurückgelegt. Erst am Sonntag wird das Team wieder in Buchholz zurückerwartet.
Auch Geschäftsführer Sven Dubau sieht darin einen wichtigen Bestandteil der Vereinsphilosophie: „Wir versuchen, unsere Auswärtsreisen so klimafreundlich wie möglich zu gestalten. Wo es organisatorisch und zeitlich machbar ist, setzen wir deshalb bewusst auf die Bahn statt auf den Mannschaftsbus. Gerade bei solchen Entfernungen ist das für uns eine gute Möglichkeit, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Gleichzeitig können die Spielerinnen die Reisezeit nutzen, um sich auf die anstehende Aufgabe vorzubereiten.“
Für die Handball-Luchse wartet somit nicht nur eine lange Reise, sondern auch eine echte sportliche Herausforderung. Im Bunker wollen die Buchholzerinnen zeigen, dass sie aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre gelernt haben und dem favorisierten Gastgeber diesmal möglichst lange Paroli bieten können. Die Begegnung wird live und kostenpflichtig beim Streaminganbieter Sporteurope.TV übertragen. Anwurf ist am Samstag, den 07.11.2026, um 18:00 Uhr.


