Spielstarke Luchse besiegen auswärts die „Kuties“ aus Herrenberg deutlich mit 37:29

Am 10. Spieltag mussten die HL Buchholz 08-Rosengarten die weite Reise nach Herrenberg (in der Nähe von Stuttgart) antreten, um in der mit 365 Zuschauern gut gefüllten Markweghalle gegen die SG H2Ku Herrenberg nach den letzten beiden Niederlagen den Kontakt zur Spitzengruppe nicht abreißen zu lassen.

Eine sehr schwere Aufgabe, da in den letzten beiden Spielzeiten keine Punkte in die Nordheide mitgenommen werden konnten. So rechneten sich die Gastgeber auch einiges aus und als die „Kuties“ nach zwei Minuten mit 2:0 in Front gingen, tobte die Halle. Aber die Luchse benötigten nur fünf Minuten, um den Rückstand in eine 2:4 Führung umzuwandeln, da sie Fehler der Württembergerinnen durch schnelle Konter-Tore gnadenlos bestraften. Das Trainer-Team der Gäste überraschte dabei die Heimmannschaft mit einer sehr schnellen 6-0 Deckung, da man nach dem Spiel in Halle-Neustadt von einer 5-1 Formation ausgegangen war, die dort so ausgezeichnet funktioniert hatte. Die „Kuties“ konnten zwar in der Folgezeit wieder zum 5:5 ausgleichen, aber als Zeliha Puls in der 12. Minute wieder einnetzte, zückte Herrenbergs Trainer Mike Leibssle die grüne Karte, um seine Mannschaft auf die neuen Herausforderungen einzustellen. Die Auszeit schien auch zu fruchten als die Ungarin Szimonetta Toepelt-Gera den erneuten Ausgleich erzielen konnte, aber durch einen 3:0 Lauf setzten sich die Luchse mit 6:9 ab. Trotz der sichtbaren Schwierigkeiten mit der Buchholzer 6-0 Deckung kämpften die „Kuties“ unverdrossen weiter und verkürzten den Vorsprung der Gäste auf ein Tor, aber der Ausgleich war ihnen nicht mehr vergönnt. Der Rückraum der Luchse wurde durch die Einwechselung von Marleen Kadenbach mit ihren knallharten Würfen zu einem wichtigen Faktor. Das breit angelegte Spiel der Luchse war nun noch schwerer auszurechnen. In der schnellen und harten Partie, die aber nie unfair war, konnten die Luchse durch einen von Kim Berndt verwandelten Strafwurf eine Pausenführung von 14:17 behaupten.

Im zweiten Abschnitt der Partie legten die Gäste mit einem 3:0 Lauf einen Blitzstart hin und damit die Weichen auf einen Auswärtssieg. Auch zwei erneute Auszeiten von Mike Leibssle in der 36. und 45. Minute konnten an der Überlegenheit der Luchse nichts mehr ändern. Obwohl Dubravko Prelcec in der Folgezeit alle Spielerinnen zum Einsatz brachte, pendelte sich der Vorsprung des Meisters auf eine Acht-Tore-Führung ein und seine Spielerinnen verwandelten aus allen Positionen, diesmal viel effizienter als in den letzten Spielen. Bei der SG verhinderte besonders Sarka Marcikova mit ihren elf Toren (sieben Strafwürfe bei acht Versuchen) eine höhere Niederlage. Der klare 37:29 Sieg der Luchse war verdient und resultierte aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

„Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, denn alles was wir uns für dieses schwere Auswärtsspiel vorgenommen haben, konnten die Spielerinnen weitgehend umsetzen. Wie immer lag bei uns der Schlüssel zum Sieg in der starken Abwehr, angefangen mit der tadellosen Leistung unserer Torhüterin Mareike Vogel. Mit unserer 6-0-Defensive, die im Verbund hervorragend funktioniert hat, konnten wir den Gegner überraschen und vor etliche Probleme stellen. Meine Mädels waren diesmal so fokussiert, dass sie auch in der Offensive die Vorgaben erfolgreich umsetzen konnten. Mit der zweiten Welle bin ich besonders zufrieden“, freut sich Luchse-Trainer Dubravko Prelcec. Auffällig in dieser Partie war das hohe Tempo beider Mannschaften, aber nur die Luchse konnten bei Kontern erfolgreich abschließen. Von den Schiedsrichtern angezeigtes Zeitspiel sah man so gut wie nie, da beide Teams bemüht waren aus verheißungsvollen Positionen frühzeitig abzuschließen, was den Luchsen aufgrund ihres breiteren Kaders besser gelang. Abschließend fasst Matthias Steinkamp von Luchse Trainer-Team seine Eindrücke zusammen: „Der heutige Auswärtssieg war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung stachen besonders Marleen Kadenbach und Svea Geist heraus. Unter der Woche hat uns wieder einmal die gemeinsame Arbeit mit unserer Mentaltrainerin Maike Kohberg sehr geholfen. Nun freuen wir uns auf ein packendes Nordderby gegen Nord Harrislee.“

Kuties: Waldenmaier, Elbert, Schoeneberg, Bissel (1), Kußmaul (1), Bok (1), Zilinskaite, Foth (2), Toepelt-Gera (4), Neubrander (8/1/0), Hiller, Marcikova (11/8/7), Beddies (1)

Luchse: Vogel, Löbig, Schulz (5), Land (3), Kadenbach (7), Heldmann (4), Nicolai (2), Lamp, Berndt (5/4/4), Herbst (1), Geist (4/1/1), Hauf, Borutta (1), Puls (5)