Schwache Luchse unterliegen den Flames klar mit 16:29

Am 17. Spieltag in der 1. Bundesliga waren die HL Buchholz 08-Rosengarten in ihrem Heimspiel in der NordHeideHalle gegen die HSG Bensheim/Auerbach chancenlos und verloren das Spiel nach schwacher Leistung deutlich mit 16:29. Die Gäste aus Südhessen festigten durch den Sieg ihren 7. Platz mit 20:12 Punkten und der Aufsteiger verblieb mit 8:26 Punkten auf dem Relegationsplatz, da auch die Verfolger ausnahmslos keine Punkte verbuchen konnten. In der ab der 23. Minute sehr einseitigen Partie war Sarah van Gulik bei den Flames mit sieben Toren die erfolgreichste Torschützin, bei den Luchsen trafen Maj Nielsen und Fatos Kücükyildiz jeweils fünfmal.

Die Mannschaft von Dubravko Prelcec hatte sich nach dem Sieg im DHB-Pokal gegen Leverkusen und dem Erreichen des Olymp Final-4 sicherlich in ihrem Heimspiel sehr viel vorgenommen, aber alle Bemühungen, den Gästen ein Spiel auf Augenhöhe zu liefern, scheiterten frühzeitig. „Ich bin sehr enttäuscht von der Leistung meiner Mannschaft, denn das Team hat sich nicht an die Vorgaben gehalten und sich frühzeitig in ihr Schicksal ergeben. Es hat jetzt keinen Sinn Schuldzuweisungen zu betreiben, sondern es wird Zeit, dass wir uns im Kampf um den Klassenerhalt als geschlossenes Team präsentieren.“

Beide Mannschaften starteten sehr nervös, aber die Flames konnten mit 0:2 in Führung gehen, doch Fatos Kücükyildiz und Maj Nielsen schafften bis zur neunten Minute den Ausgleich. Zwei starke Abwehrreihen bestimmten das Geschehen und die gut aufgelegten Torhüterinnen beider Mannschaften machten es den Spielerinnen nicht leicht erfolgreich abzuschließen. In der 14. Minute konnten die Luchse mit 4:3 in Führung gehen, aber durch unnötige Ballverluste ging dieser Vorteil wieder schnell verloren als die Gäste bis zur 21. Minute das Ergebnis mit 4:7 zu ihren Gunsten drehten. Sarah Lamp konnte noch einmal verkürzen, aber durch eine doppelte Unterzahl der Luchse zogen die Flames auf 5:11 bis zur Pause davon und stellten so die Weichen auf Sieg. Der Aufsteiger leistete sich in der 1. Halbzeit elf technische Fehler und eine ganz schwache Wurfausbeute von allen Positionen, so dass sich die Torhüterin der Gäste Jessica Kockler mit 58 Prozent gehaltener Würfe auszeichnen konnte. Zunächst funktionierte das Rückzugsverhalten der Luchse noch, aber durch die Vielzahl der einfachen Ballverluste kamen die Südhessinnen zu immer leichteren Toren.

Zu Beginn des zweiten Abschnittes verkürzte Evelyn Schulz noch einmal auf 6:11, aber durch einen 7:1 Lauf erhöhten die Flames auf 7:18 und so konnte es für den Aufsteiger nur noch um Schadensbegrenzung gehen, was aber auch nur teilweise gelang. Mit dem 29:16 Erfolg zeigten die Flames ihrem Gegner klar die Grenzen auf und in dieser Verfassung dürfte der Klassenerhalt für den Aufsteiger illusorisch sein.

„Solche schwachen Spiele wie gegen die HSG gibt es und es wird Aufgabe sein, den Blick wieder nach vorne zu richten und der Mannschaft das Selbstvertrauen zu vermitteln, welches  für Erfolge notwendig ist“, analysiert Sven Dubau, der Geschäftsführer der Luchse. „Heike Ahlgrimm hat ihre Hausaufgaben gemacht und unsere Schwächen gnadenlos aufgedeckt. Die Flames sind eine etablierte Bundesligamannschaft und erheblich besser besetzt als wir. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass wir in den letzten Jahren in der zweiten Liga gespielt haben und das bis auf die verletzte Jessica Oldenburg keine unserer Spielerinnen über ausreichend Spielzeiten in der ersten Liga verfügen kann. Als Aufsteiger gibt es halt Tage, an denen einfach nichts läuft und das nutzen Profis wie Heike Ahlgrimm oder Spielerinnen wie Sarah van Gulik eiskalt aus. Es geht aber nicht, dass unsere Mädels sich so schnell aufgeben. Daran müssen wir arbeiten.“

Luchse: Vogel, Löbig, Ludwig, Cronstedt, Schulz (2), Nielsen (5), Kadenbach, Harms, Lamp (3/1), Berndt (1), Luschnat, Hauf, Borutta, Kücukyildiz (5)

Flames: Kockler, van Beurden, Hurst (3), Kockel (1), Heider, Stuttfeld (1), Petersen (2), Dekker (6), Soffel (1), Friedberger, Kühlborn (4), van Gulik (7/4), Ivancok (3), Niewiadomska (1/1), Visser

Fotos: Franziska Recht