Luchse vor großer Herausforderung in Berlin

Am 18. Spieltag der 2. Handball Bundesliga reisen die HL Buchholz 08-Rosengarten als Tabellenzweiter zu den starken „Spreefüxxen“ nach Berlin, um auch in dieser schwierigen Begegnung den 10. Sieg in Folge zu erringen. Das Spiel findet am 08.02.2020 in der Sporthalle Charlottenburg statt und beginnt um 19.30. Uhr.

Nach dem 32:22 Sieg im Derby gegen den SV Werder Bremen sind die Luchse der erste Verfolger mit 30:4 Punkten des SV Union Halle-Neustadt, der die knappe Spitzenposition von einem Punkt Vorsprung im Auswärtsspiel gegen den TuS Lintfort mit 35:31 erfolgreich verteidigen konnte. Die „Spreefüxxe“ gewannen ihr Auswärtsspiel bei den „Nordfrauen“ aus Harrislee souverän mit 28:17 und kletterten in der Tabelle mit 22:12 Zählern auf den 4. Platz. Beim Spiel der HL Buchholz 08-Rosengarten in der Hauptstadt erwartet die Zuschauer ein sicherlich spannendes Spitzenspiel und die Luchse werden eine Top-Leistung bringen müssen, wenn sie den 10. Sieg in Folge realisieren wollen, denn der Kader der „Füxxe“ ist breit aufgestellt. Prunkstück der körperlich robusten Mannschaft ist vor allen Dingen der wurfgewaltige Rückraum. Dennoch ist die Niederländerin Bo Dekker in der Kreismitte die Topscorerin (81 Tore) der Mannschaft, die gekonnt angespielt wird und dann durchsetzungsstark und sicher trifft. Beim umkämpften 29:27 Heimsieg der Luchse in der NordHeideHalle verwandelte Bo Dekker nervenstark alle acht Strafwürfe. Mit der ehemaligen Weltklassespielerin Susann Müller übernahm nicht nur eine kompetente Trainerin die Füchse, sondern sie brachte mit der Ex-Nationalspielerin Nina Christin Müller (früher Wörz) auch eine weitere Spielmacherin an die Spree. Die Berlinerinnen verfügen mit der erfahrenen Anna Blödorn (69 Tore), der Litauerin Simone Kolosove (58 Tore), der Tschechin Leona Svirakova (57 Tore) und der Portugiesin Anais Gouveia (52 Tore) über einen ungewöhnlich starken Rückraum, der noch durch die starke Kroatin Vesna Tolic (41 Tore) ergänzt wird. Aber auch über Außen sind die Füchse durch die Abschlüsse der jungen Anna Ansorge stets gefährlich. Bei Situationen eins gegen eins zeigen sie großes Durchsetzungsvermögen und nur eine aufmerksame und kompakte Abwehr wird sie stoppen können. Schon im Hinspiel zeigte Neuzugang Chantal Pagel im Tor tolle Leistungen und ist nur schwer zu überwinden.

„Mir ist klar, dass unsere Abwehr bei der Klasse unseres Gegners Schwerstarbeit verrichten muss, wenn wir etwas Zählbares aus der Hauptstadt mitnehmen wollen. Wir müssen all unsere Stärken etablieren und stets hellwach sein“, ist sich der Luchse-Trainer Dubravko Prelcec der Schwere der Aufgabe in der Hauptstadt bewusst. Die „Spreefüxxe“ haben in der Tat in der Saison 2019/20 mit ihrem schnellen und kraftvollen Spiel positiv überrascht. Zwar mussten sie auch vier knappe Niederlagen in Folge gegen die Spitzenmannschaften der Liga verdauen, aber inzwischen sind sie wieder auf der Erfolgsspur und werden alles daran setzten, dem Tabellenzweiten aus der Nordheide ein Bein zu stellen. Auch Matthias Steinkamp vom Luchse-Trainer-Team glaubt an ein ausgeglichenes Spiel: „Wir erwarten in Berlin ein Topspiel auf Augenhöhe. Wie beim letzten Aufeinandertreffen Ende Dezember wird das Team von Trainerin Müller sehr gut auf uns eingestellt sein. Schon im Hinspiel war es ein enges und hochklassiges Zweitligaspiel. Wenn wir dort die Punkte mitnehmen wollen, müssen wir sehr fokussiert und diszipliniert unser Spiel durchsetzen. Ganz besonders freut uns, dass erneut eine Vielzahl an Luchse-Fans mit einem Bus mit nach Berlin kommen und uns dort lautstark unterstützen werden.“