Luchse unterliegen in Bad Wildungen mit 20:30

Im Nachholspiel der 1. Bundesliga waren die HL Buchholz 08-Rosengarten im Auswärtsspiel gegen die HSG Bad Wildungen Vipers gefordert und unterlagen mit 20:30 in der Ense Sporthalle. Die Gäste konnten in keiner Phase an die starke Leistung bei der knappen Niederlage gegen den Thüringer HC anknüpfen. Die Vipers belegen mit 16:18Punkten den 11. Rang in der aktuellen Tabelle und die Luchse verbleiben mit 8:30Punkten auf dem Relegationsplatz. Die erfolgreichste Torschützin bei den Vipers war Maxi Mühlner mit sieben Toren.

Trotz einer schwachen Vorstellung beider Teams in der ersten Halbzeit nutzte die Heimmannschaft in den ersten Minuten die Fehler der Luchse und kamen zu leichten Toren, so dass beim Spielstand von 6:3 für die HSG Dubravko Prelcec in der zehnten Spielminute seine erste Auszeit nahm, dennoch zogen die Vipers auf 8:4 davon. Bis zur 18. Minute gelang dem Aufsteiger durch Marleen Kadenbach noch einmal der Anschluss zum 8:6, aber weder im Angriff, noch in der Abwehr fanden die Gäste erfolgreichen Zugriff auf den hoch motivierten Gegner, so dass die Vipers mit einem Vier-Tore-Vorsprung zum Spielstand von 13:9 in die Pause gehen konnten. 

Im zweiten Abschnitt der Partie war der Aufsteiger beim Stand von 15:13 wieder in Schlagdistanz und die Partie hätte kippen können, aber drei Ballverluste in Folge mit erfolgreichen Abschlüssen für die Heimmannschaft bedeuteten die 18:13 Führung in der 36. Minute. Die Luchse gaben sich aber noch nicht geschlagen und konnten durch Louise Cronstedt und Maj Nielsen noch einmal auf 18:15 verkürzen, aber elf torlose Minuten der Norddeutschen bedeuteten die 24:15 Führung für die Vipers. Bei ihren Abschlüssen scheiterten die Luchse immer wieder an der überragenden Manuela Brütsch, die bis zum Ende des Spiels ihre Quote der gehaltenen Bälle auf 48 Prozent steigerte. Für die Gäste konnte es in der verbleibenden Spielzeit nur noch um Schadensbegrenzung gehen. So kämpften die Norddeutschen unverdrossen weiter, auch wenn das Spiel schon längst entschieden war. Fatos Kücükyildiz gelang mit ihrem überraschenden Wurf eine Sekunde vor Schluss noch eine Ergebnisverbesserung zum 30:20 Sieg der Vipers.

In dieser Partie war der Substanzverlust der Luchse aus dem Thüringen-Spiel von Beginn zu merken. Sie wollten dieses Spiel siegreich gestalten, aber sie hatten an diesem Tag nicht die Mittel. Die Vipers-Abwehr unterband frühzeitig den Spielaufbau der Gäste und zwang sie so immer wieder ins Zeitspiel. Die Abschlüsse von fast allen Positionen waren zu ungenau und meistens eine sichere Beute von Manuela Brütsch im Tor der HSG. Die Vipers hatten auf alle taktischen Manöver der Gäste die passende Antwort. In der Anfangsphase des Spiels bekam die Abwehr der Luchse Jana Scheib nicht in den Griff, so dass sie sich mit fünf Toren auszeichnen konnte. Danach zeigte Marieke Blase ihre Qualitäten und belohnte sich mit sechs Treffern und gegen Ende des Spiels konnte Maxi Mühlner nicht mehr gestoppt werden und erzielte sieben Tore. Dem Aufsteiger gelang es nicht die Abwehr der Vipers unter Druck zu setzen, einzig Louise Cronstedt war im Rückraum wirklich gefährlich. Die Vipers waren besonders in der zweiten Halbzeit das bessere Team und konnten dann auch spielerisch überzeugen. 

Dubravko Prelcec, der Trainer der Luchse ist über die Leistung seines Teams enttäuscht: „Wir waren nicht in der Lage das Niveau aus dem Spiel gegen Thüringen zu wiederholen, da der Substanzverlust zu groß war. Der Wille war zwar da, aber der Kopf hat nicht mitgespielt, denn leider haben sie nicht das abrufen können, was vorgegeben war und wenn die Mädels sich nicht an den Matchplan halten, dann haben wir keine Chance. Bad Wildungen stand hervorragend in der Abwehr und hat unseren Rückraum fast völlig ausgeschaltet und war uns besonders in der zweiten Halbzeit im Tempospiel und Rückzugsverhalten überlegen. Heute konnte man den Unterschied einer im Abstieg erfahrenen Bundesligamannschaft und einem Aufsteiger besonders deutlich sehen.“

Sven Dubau, der Geschäftsführer der HL Buchholz 08-Rosengarten stellt abschließend fest: „Leider ist das eingetreten, was ich befürchtet habe, denn viele Spielerinnen sind angeschlagen und dann vom Kopf her nicht in der Lage ihr Potential abzurufen. Ich hoffe, dass sich die Mädels wieder schnell regenerieren und bereit sind für die nächste schwere Aufgabe in Blomberg.“

Vipers: Brütsch (1), Schupbach, Ingenpass, Heusdens, Platen (5/1), Smits (3/1), Schmidt-Robben, Mühlner (7), Schnack, Da Silva Pereira, Struijs (1), Scheib (5), Blase (6/3), Spielvogel (1), Plümer (1)

Luchse: Vogel, Löbig, Ludwig, Cronstedt (3), Schulz (2), Nielsen (2), Kadenbach (3), Harms, Lamp (2), Berndt (3), Axmann, Luschnat (1), Hauf (2), Kücükyildiz (2)