Luchse siegen deutlich mit 34:25 gegen Berlin

Am 26. Spieltag kamen die HL Buchholz 08-Rosengarten zu einem ungefährdeten 34:25 gegen die Spreefüxxe aus Berlin Charlottenburg und untermauerten ihre Spitzenposition mit 45:7 Punkten knapp vor den Kurpfalz Bären Ketsch, die in Zwickau mit einem 29:22 ihrer Favoritenrolle gerecht wurden.

In der Buchholzer NordHeideHalle hatten die Luchse einen holprigen Start und lagen nach vier Minuten mit 1:3 durch Tore von Anna Blödorn und Paula Förster in Rückstand. Doch in der sechsten Spielminute konnte Spielmacherin Kim Land die erste Führung zum 4:3 für ihre Mannschaft verbuchen. Zwar konnten die Berlinerinnen bis zur 11. Spielminute durch Tina Wagenlader noch einmal zum 5:5 ausgleichen, doch danach konnte die Heimmannschaft ihr Tempospiel etablieren und sich durch einen 4:0 Lauf auf 9:5 absetzen. Im Verlauf der ersten Halbzeit gelang es den Gästen noch einmal bis 10 Minuten vor Beendigung des ersten Durchgangs auf 9:11 verkürzen, doch in der Folgezeit erhöhten die Luchse ihren Vorsprung wieder auf 14:9 als Zeliha Puls einen Konter erfolgreich abschloss. Kurz vor Beendigung der ersten Halbzeit verkürzte die Berlinerin Fabienne Kunde auf das Pausenergebnis von 17:13 für die HL Buchholz 08-Rosengarten.

Fotos: Karsten Schaar

Auffällig war im ersten Abschnitt, dass die Luchse stets um ein hohes Tempo bemüht waren und den Gegner im Verlauf der Partie immer mehr beherrschten und Antworten auf die Herausforderungen fanden. Die zu Beginn des Spieles nicht sattelfeste 6-0 Abwehr wurde erfolgreich auf 5-1 umgestellt und so gelangen doch etliche Balleroberungen, die meistens mit einem Torerfolg abgeschlossen wurden. Durch das hohe Tempo unterliefen der Mannschaft zwar auch etliche technische Fehler und Ungenauigkeiten, doch die flinke Abwehr der Heimmannschaft war dennoch oft in der Lage schnelle Gegenstöße zu verhindern.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnittes fiel die Entscheidung in der Partie früh und schnell durch einen 5:1 Lauf der Luchse als Laura Schulze mit ihrem Tor in der 36. Minute auf 22:14 den Vorsprung der HL Buchholz 08-Rosengarten auf acht Tore ausbaute, so dass sich der Berliner Trainer Neto da Silva Maranda genötigt sah die grüne Karte zu ziehen, um seine Mannschaft in der Auszeit neu einzustellen. Dies gelang aber nur bedingt, da die Luchse gekonnt und routiniert den Vorsprung verwalteten und es sich auch erlauben konnten munter durchzuwechseln, um allen Spielerinnen möglichst viel Spielzeit zu geben und die etablierten Akteurinnen zu schonen. Bis zu 50. Minute erhöhte sich der Vorsprung der Heimmannschaft auf 10 Tore als durch einen 4:0 Lauf Marleen Kadenbach das Ergebnis auf 30:20 hochschraubte und wieder nahm der Berliner Trainer eine Auszeit, aber die Entscheidung war längst gefallen und fiel mit dem Endstand von 34:25 auch sehr deutlich aus.

In der zweiten Halbzeit war das vorgelegte Tempo der Luchse unverändert hoch und das Tempospiel und die zweite Welle konnten erfolgreich durchgesetzt werden. Luchse-Trainer Dudo Prelcec experimentierte viel und wechselte die Abwehrformation wahlweise auf 6-0 oder 5-1, was die Gäste zunehmend vor Probleme stellte. Die Berliner Torhüterin Natascha Fasolt verhinderte mit ihren Paraden einen höheren Sieg der HL Buchholz 08-Rosengarten, aber auch besonders Mareike Vogel zeigte in derzweiten. Halbzeit ihre ganze Klasse. Erfreulich ist wie sicher die Mannschaft inzwischen in der Lage ist einen großen Vorsprung zu verteidigen, das ist auf jeden Fall ein großer Fortschritt bei der jungen Mannschaft.

Sehr zufrieden zeigte sich auch Luchse Trainer Dudo Prelcec: „Insgesamt bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden, wenn auch nicht alles so gelaufen ist wie ich mir das vorstelle. Aber alle Spielerinnen sind stets motiviert das Spiel zu gewinnen und alles dafür zu tun. Es ist schön, dass sie mir durch ihre Leistungsbereitschaft die Möglichkeit geben viel zu probieren, um ihnen mehr Einsatzzeiten zu geben, ohne dass unser Erfolg gefährdet wäre. Allerdings würde ich mir auch wünschen, dass sie meine Anweisungen konzentrierter umsetzen könnten, denn insgesamt ist unser großes Potential noch nicht ausgeschöpft.“

Matthias Steinkampf vom Luchse-Trainer-Team resümiert: „Kompliment an die Mädels. Seit 10 Spielen ungeschlagen haben wir gegen die Spreefüxxe aus Berlin souverän die zwei Punkte erkämpft. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sind wir in der Mitte der ersten Halbzeit ins Laufen gekommen und konnten uns bis zur Halbzeit ein wenig absetzen. Gestützt von sehr guten Torhüterinnen Katharina Filter und Mareike Vogel konnten wir gerade in Halbzeit zwei unser Tempospiel umsetzen. Wir freuen uns über die positive Entwicklung des Teams und gehen voller Zuversicht und Vorfreude in das Topspiel bei den Bären aus Ketsch in zwei Wochen.“

Luchse: Vogel, Filter, Schulz (3), Land (6), Schultze (4), Kadenbach (5), Nicolai (1), Nanfack, Herbst (1), Schneider (4/2/2), Axmann (3/2/2), Borutta (1), Puls (6)

Füxxe: Faßold, Krüger, Kolosove (3/4/3), Ansorge (4), Kunde (4), Momot, Humer (4/1/1), Eber (1), Blödorn (4/2/1), Sposato, Wagenlader (2), Schwarz (2), Förster (1)