Luchse reisen zum Spitzenspiel gegen den HC Rödertal nach Sachsen

Zum Auftakt der Rückrunde in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen treffen die HL Buchholz 08-Rosengarten am 25.01.2020 um 17.30 Uhr in der Sporthalle Großröhrsdorf auf den HC Rödertal.

Die Luchse belegen mit 26:4 nach dem 25:18 Heimsieg gegen den TuS Lintfort den 2. Platz in der aktuellen Tabelle. Sie sind nur noch einen Punkt hinter den „Wildcats“ aus Halle, die nach ihrer 34:26 Niederlage gegen den BSV Sachsen Zwickau ihren ersten doppelten Punktverlust hinnehmen mussten. Die „Rödertal Bienen“ konnten bei ihrem knappen 26:25 Auswärtssieg gegen den TVB Wuppertal beide Punkte mitnehmen und weisen nun ein Punktekonto von 19:11 aus.

Wenn der Tabellenzweite beim Tabellenvierten antritt, dann kann man durchaus von einem Spitzenspiel sprechen, denn bei der Ausgeglichenheit der Liga werden voraussichtlich Kleinigkeiten über den Ausgang der Begegnung entscheiden. Beim Saisonauftakt im Luchsbau erwischten die Schützlinge von Trainer Frank Mühlner einen rabenschwarzen Tag und unterlagen den Luchsen nach schwacher Leistung sehr deutlich mit 33:20. Im Verlauf der Saison steigerten sich die Sächsinnen deutlich und sind für jeden Gegner eine Herausforderung, auch wenn sie ihre Abschlussschwäche immer noch nicht abgelegt haben und dadurch so mancher Punkt verschenkt wurde wie beim 17:17 Heimspiel gegen den Tabellendritten BSV Sachsen Zwickau.

Der Kader des HC Rödertal ist breit aufgestellt und einer der Jüngsten in der Liga und gerade deshalb sind die Leistungsschwankungen des talentierten Teams auch erklärbar. Das Prunkstück der Mannschaft ist die flinke und kompromisslose Abwehr, die im Zusammenwirken mit der in dieser Saison überragenden Torfrau Ann Rammer so manchen Gegner zur Verzweiflung gebracht hat. Mit der jungen Ronja Nühse verfügen die Sächsinnen über eine weitere Torhüterin, die mit großartigen Reflexen ausgestattet ist. Im Rückraum der „Bienen“ sind besonders die Litauerin Brigita Ivanauskaite (67 Tore) und Ann-Cathrin Hobbel (53 Tore) zu beachten, die mit ihren Abschlüssen für Gefahr sorgen. Als Spielmacherin ist Tschechin Pavlina Novotna stets in der Lage ihre Mitspielerinnen mit Zauberpässen erfolgreich einzusetzen. Auf den beiden Außenpositionen sind die Sächsinnen mit der Top-Scorerin Rabea Pollakowski (72 Tore) und Meret Ossenkopp (55 Tore) blendend besetzt. In der Kreismitte agieren sie je nach Situation mit verschiedenen Spielerinnen wie Tammy Kreibich oder der Dänin Thilde Harbo Boesen sehr variabel. Alle Spielerinnen erkennen sehr schnell Lücken in der gegnerischen Abwehr und sind dann nur schwer zu stoppen. Aber trotz aller Qualitäten ist das ungemein schnelle Spiel des HC Rödertal teilweise fehlerhaft, da es noch an der Konzentration über die volle Spielzeit mangelt.

„Wir freuen uns auf die Partie gegen den HCR und wollen auch in Großröhrsdorf punkten, aber mir ist auch bewusst, dass meine Mannschaft ihre Tugenden voll entfalten muss, um erfolgreich die Heimreise antreten zu können. Wir haben zwar die besten Statistiken, die meisten erzielten Tore, die wenigsten Gegentore und eine tolle Tordifferenz, dennoch wünsche ich mir besonders von meinen Schlüsselspielerinnen, dass sie in der Lage sind die Vorgaben defensiv und offensiv umzusetzen, denn das hat in den letzten Spielen nicht immer zu meiner Zufriedenheit geklappt“, erklärt Dubravko Prelcec, der Trainer der HL Buchholz 08-Rosengarten.

Zwar haben die Luchse die letzten Spiele relativ ungefährdet gewonnen, dabei aber selten ihr gefürchtetes Tempospiel etablieren können und im gebundenen Spiel viel zu viele deutliche Chancen ausgelassen. Vielleicht ist es ja auch eine zusätzliche Motivation für die Norddeutschen, dass der Rückstand zum Tabellenführer bis auf einen Punkt geschmolzen ist. Auch wenn die Bilanz der Luchse mit sechs Siegen und zwei Niederlagen positiv ausfällt, so waren doch die Begegnungen in Sachsen meistens knapp und umkämpft. So geht auch Matthias Steinkamp vom Luchse-Trainer-Team von einer sehr kniffligen Aufgabe aus: „Wir erwarten in Rödertal eine derzeit starke Mannschaft der Liga. Das Team von Trainer Frank Mühlner verfügt über einen wurfgewaltigen Rückraum und eine aggressive und hart agierende Deckungsreihe. Wenn wir dort bestehen wollen, müssen wir aus unserer starken Abwehr wieder mehr zu unserem Tempospiel finden und daraus resultierend mehr einfache Tore erzielen. Ganz besonders freut uns, dass erneut eine Vielzahl an Luchse-Fans mit einem Bus nach Rödertal kommen und uns lautstark unterstützen werden.“