Luchse ohne Glück, 18:21 Niederlage in Herrenberg

Auch im dritten Auswärtsspiel des Jahres 2019 mussten die HL Buchholz 08 – Rosengarten die weite Heimreise aus Baden/Würtemberg ohne Punkte antreten. Schon die äußeren Umstände dieser Partie waren für die Gäste sehr ungünstig, da nach dem Ausfall von Julia Herbst, auch Natalie Axmann krankheitsbedingt nicht spielen konnte. Die „Kuties hatten den besseren Start und gingen mit 1:0 in Führung, doch durch Tore von Lynn Schneider und Zeliha Puls drehten die Luchse das Spiel kurzzeitig, es blieb übrigens das einzige Tor der treffsicheren Außenspielerin, da sie sich in der fünften Spielminute am Finger verletzte. In dieser Phase des Spiels blieb den Gästen nichts erspart, da auch die so ungemein wichtige Spielmacherin Kim Land aus gesundheitlichen Gründen des Spielfeld verlassen musste. Ein erneuter Versuch sie in der 2. Halbzeit einzusetzen, musste sehr schnell abgebrochen werden. So war es kein Wunder, dass die Heimmannschaft nach sieben Minuten durch Saskia Putzke wieder mit 3:2 in Front ging. Die Luchse fingen sich aber wieder, denn die Abwehr funktionierte ausgezeichnet und machte es dem gegnerischen Angriff sehr schwer erfolgreich zu sein, allerdings konnten sie während der gesamten Spielzeit nie ihr gefürchtetes Tempospiel etablieren und waren dadurch auch in ihren Möglichkeiten beschränkt. Dennoch schafften sie bis zur 15. Spielminute durch Marleen Kadenbach eine 2-Tore-Führung zum 5:7, aber durch eine Verletzung von Sarah Lamp wurden die Luchse besonders im Angriff erneut geschwächt. Zwar konnte die Rückraumspielerin nach langer Behandlungspause im Verlauf der Partie wieder eingesetzt werden, aber aufgrund ihrer Blessuren war es ihr nicht mehr möglich ihre individuelle Klasse für die Mannschaft einzubringen. Trotz der widrigen Umstände konnte der 2-Tore-Vorsprung bis zur 18. Minute verteidigt werden, doch dann wendete sich das Blatt als die „Kuties“ in den nächsten zehn Minuten wieder mit einem Tor Vorsprung die Führung übernahmen. Zwar konnte Lynn Schneider in der torarmen 1. Halbzeit noch einmal ausgleichen, doch durch einen verwandelten Strafwurf von Saskia Putzke 8 Sekunden vor Beendigung des 1. Duchgangs war der Halbzeitstand von 9:8 für die H2KU Herrenberg erreicht.
Auch der 2. Spielabschnitt wurde von den dominanten Abwehrreihen geprägt, so ist festzustellen, dass diese Begegnung für 2. Ligaverhaltnisse sehr hart war und ein schnelles attraktives Handballspiel durch die äußerst agressive Verteidigungsarbeit im Keim erstickt wurde. Natürlich blieb es spannend bis zum Schluss, denn keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzten. Als die verbissen kämpfenden Luchse in der 52. Minute durch Alexia Hauf sich wieder mit zwei Toren zum Spielstand von 15:17absetzen konnten, schien sich die Glückgöttin für die Luchse zu entscheiden, doch die mögliche 3-Tore-Führung wurde vergeben und so konnte die Heimmannschaft in der 55. Minute durch Sandra Kussmaul zum 17:17ausgleichen. Zwar gelang der HL Buchholz 08 – Rosengarten noch einmal die Führung, doch in den letzten Minuten entschieden die „Kuties“ mit einem 3:0 Lauf die Partie für sich zum Endstand von 21:18. Trotz der Niederlage war Dudo Prelcec, der Luchse Trainer sehr gefasst und stellt fest: “Ich bin ein wenig traurig über die Niederlage, denn wenn man auswärts nur 21 Gegentore kassiert, muss man eigentlich das Spiel gewinnen, aber ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die trotz der widrigen Umstände großartig gekämpft hat. Durch die vielen Ausfälle war unser junges Team heute in ihren spielerischen Möglichkeiten limitiert. Wir werden die kommende Woche zur Regeneration nutzen, allerdings weiß ich nicht, wen ich bei den nächsten beiden schweren Auswärtsspielen in Trier und Lintfort einsetzen kann.“
Es ist festzustellen, dass der eigentlich breite Kader der HL-Buchholz 08 – Rosengarten sich in den letzten beiden Wochen durch Verletzungen und Krankheiten sehr verkleinert hat, dennoch hält die Mannschaft fest zusammen und glaubt an sich. Einen gelungenen Einstand für die Luchse zeigte die junge Marleen Kadenbach, die nach nur einer Trainingseinheit so wohl im Abwehrverbund eine hervorragende Leistung zeigte als such im Angriff mit ihren drei Toren aus dem Rückraum ihre Wurfkraft eindrucksvoll untermauerte. Wenn sie die Laufwege ihrer Team-Kolleginnen kennt, könnte sie ein unverzichtbarer Faktor werden, aber das braucht noch seine Zeit.
Sven Dubau, der Geschäftsführer der Luchse, kommentiert das Ergebnis: “Ich habe die Mannschaft immer davor gewarnt, sich selbst unter Druck zu setzten. Natürlich waren die unerwarteten 12 Siege ein toller Start, aber sie spiegelten nicht unbedingt die Realität wieder. Außerdem gibt es Gegner, die einem, unabhängig vom Tabellenplatz, liegen oder nicht. Mit Waiblingen, Beyeröhde/Wuppertal und Herrenberg haben wir jetzt genau gegen die Mannschaften verloren, gegen die wir in der letzten Saison mit unserer herausragenden Meistermannschaft auch unterlegen waren.“

Kuties:
Lide, Elbert, Schröder (2), Kussmaul (4), Friedrich (1), Foth, Zilinskaite (3),
Effinger (2), Neubrander (6/2/2), Putzke (3/1/1), Frey

Luchse:
Vogel, Filter, Schulz (2), Land, Schultze (2), Kadenbach (3), Nicolai (2), Lamp,
Schneider (6/2/2), Hauf (2), Borutta, Puls (1)