Luchse in Herrenberg vor schwerer Aufgabe

Am 10. Spieltag der 2. Handball Bundesliga erwartet die HL Buchholz 08-Rosengarten nicht nur eine beschwerliche Anreise, sondern mit der SG H2Ku Herrenberg auch ein äußerst spielstarker Gegner. Das Spitzenspiel findet am 30.11.2019 um 19.00 Uhr in der sicherlich voll besetzten und stimmungsvollen Markweghalle statt.

Die Luchse wollen sich trotz der unglücklichen Auswärtsniederlage gegen die Ausnahmemannschaft SV Union Halle-Neustadt weiter in der Spitzengruppe festsetzen. Beide Teams sind unmittelbare Tabellennachbarn, denn die Norddeutschen belegen mit 12:4 Punkten den vierten Platz in der aktuellen Tabelle und die „Kuties“ haben sich mit 11:7 Zählern den sechsten Rang erkämpft. In dieser reizvollen Begegnung müssen die Luchse nicht die Favoritenrolle einnehmen. Zwar ist die Bilanz mit fünf Siegen, zwei Niederlagen und einem Unentschieden positiv, aber in den letzten beiden Jahren konnten die Schützlinge von Trainer Dubravko Prelcec nichts Zählbares aus Baden-Württemberg mitnehmen.

Die Mannschaft der SG H2Ku Herrenberg hat nach dem Karriereende vieler etablierter Spielerinnen ein ganz neues Gesicht. Mit drei erfahrenen Neuzugängen aus Nellingen, die bereits in der 1. Bundesliga gespielt habe, ist der Umbruch in der Saison 2019/20 nahtlos gelungen, auch wenn Trainer Mike Leibssle noch nicht mit dem Erreichten zufrieden ist, obwohl die Punktverluste nur gegen Spitzenmannschaften wie Halle-Neustadt, Füchse Berlin oder Zwickau zu verzeichnen waren.

Der Rückraum der „Kuties“ ist mit Lea Neubrander (66 Tore und momentan Nummer zwei in der Bundesliga Torschützenliste), der Ungarin Szimonetta Toepelt-Gera (45 Tore), Aylin Bok und der Tschechin Sarka Marcikova ungemein wurfstark und schwer zu stoppen. In der Kreismitte sind sie mit Sandra Kußmaul, Carolin Tuc und Stefanie Schoeneberg dreifach ausgezeichnet besetzt und auf den Außenposition können Marie Christine Beddies und Saskia Hiller erfolgreich abschließen. Nicht vergessen darf man Kerstin Foth, die 17 ihrer 25 Treffer durch Strafwürfe verwandelt hat, bei 19 Versuchen.

Ähnlich wie in Halle wird das Luchse-Team auf eine offensive 3-2-1 Abwehr treffen und der Rückraum ist dabei gefordert Lösungen zu suchen, um Räume für sichere Abschlüsse zu finden, die aber auch dann genutzt werden müssen. „Wir müssen abwarten wie wir die anstrengende Anreise verkraften. Ich hoffe natürlich, dass die Länderspielpause dazu beigetragen hat neuen Mut und viel Selbstbewusstsein in das eigene Können bei meiner Mannschaft zu entfachen. Vielleicht hilft es, dass wir nicht die Favoritenrolle einnehmen müssen. Aber wir verfügen natürlich über die spielerischen Mittel auch in Herrenberg zu punkten, aber dann müssen auch die Vorgaben konsequent und konzentriert umgesetzt werden“, hofft Luchse-Trainer Dubravko Prelcec auf einen positiven Ausgang des Spiels. Aber es wird mit Sicherheit nicht einfach werden die eigenen Stärken zu etablieren. Auf jeden Fall wird es ein Spiel auf Augenhöhe werden und viel wird auch von der Tagesform abhängen. So glaubt auch Sven Dubau, der Geschäftsführer der HL Buchholz 08-Rosengarten an ein schweres Auswärtsspiel: „In den letzten beiden Jahren war die Markweghalle kein gutes Pflaster für uns und wir konnten mit unseren starken Meistermannschaften keine Punkte in die Nordheide mitnehmen. Auch dieses Jahr wird es sehr schwer für uns und nur wenn die Köpfe unserer Spielerinnen frei sind, dann könnten wir etwas Zählbares holen, aber dazu gehört auch viel Nervenstärke, die wir in den letzten Spielen nicht zeigen konnten.“ Sollte es dem amtierenden Meister aber gelingen in der Abwehr eine ähnlich starke Leistung wie gegen die „Wildcats“ zu zeigen, alle Spielerinnen ihre Normalform auf die Platte zu bringen und im Angriff die Abschlüsse erfolgreicher zu gestalten, dann ist nichts unmöglich.

Die Handball- Luchse im Wildpark Schwarze Berge