Luchse-Express kommt schnell ins Rollen

Die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten sind mit einem klaren 33:20 (21:13)-Sieg gegen den HC Rödertal in die neue Zweitligasaison gestartet. Vor allem im ersten Durchgang überzeugte die Mannschaft von Trainer Dubravko Prelcec mit ihrem Tempospiel und traf hier zehnmal nach Tempogegenstößen. Beste Werferin bei den Gastgeberinnen vor 404 Zuschauern in der Nordheidehalle war Linksaußen Zeliha Puls mit sieben Treffern. Bei den Gästen war Ann-Catrin Höbbel mit vier Toren am erfolgreichsten. Bei den Handball-Luchsen begannen die beiden Neuzugänge Johanna Heldmann und Kim Berndt, die beide wie ihre Nebenleute sofort im Spiel waren. Beim Stand von 7:3 nach sieben Minuten nahm Gästetrainer Frank Mühlner bereits seine erste Auszeit. In den Folgeminuten schlichen sich Abspielfehler in das Spiel der Norddeutschen ein, sodass die Gäste zum 7:7 egalisierten. Anschließend agierten die Handball-Luchse wieder konzentrierter und setzten sich auf 11:7 ab. Immer wieder setzte Torfrau Mareike Vogel Puls mit tollen Anspielen bei Gegenstößen gekonnt in Szene. Auch die Chancenverwertung der Gastgeberinnen gefiel den Zuschauern im ersten Durchgang. Außerdem fanden die Rosengarten-Spielerinnen immer wieder ihre Kreisläuferin Evelyn Schulz, die fünf ihrer sechs Treffer vor der Pause markierte. In die ging der amtierende Zweitligameister mit einem beruhigenden 21:13-Vorsprung. Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie, da bei beiden Teams zunehmend das Tempo fehlte. Für ein Highlight sorgte schließlich noch Schulz mit einem spektakulären Treffer per Rückhandwurf in der 48. Minute zum 29:16-Zwischenstand. Sarah Lamp traf fünfmal, die Neuzugänge Berndt fünf- und Heldmann dreimal. „Besonders mit der ersten Halbzeit bin ich heute sehr zufrieden. In der zweiten Hälfte war unsere Abwehr gut, ich hätte mir aber vorne noch ein paar mehr Tore gewünscht“, bilanzierte Prelcec. Durch den klaren 33:20-Erfolg sind die Handball-Luchse erster Spitzenreiter der neuen Saison. Am kommenden Sonnabend, 19.30 Uhr, treten die Handball-Luchse beim SV Werder Bremen zum ersten Nordderby in der noch jungen Saison an. Werder verpatzte den Ligastart und unterlag beim TSV Nord Harrislee klar mit 27:39. Das Team von Trainer Dominic Buttig hat aber auch einen sehr großen Umbruch im vergangenen Sommer hinter sich. Zehn Spielerinnen verließen die Grün-Weißen, während Buttig sieben Neuzugänge in sein Team integrieren muss. Die Serie 2018/19 hatte Werder auf Rang 13 der Tabelle der Zweiten Bundesliga abgeschlossen. „Wir möchten in Bremen da weitermachen, wo wir gegen Rödertal aufgehört haben“, sagt Prelcec. Am Timing im Angriff und an der Absprache in der Abwehr arbeitete sein Team in der Woche vor dem Nordduell. Co-Trainer Matthias Steinkamp ergänzt: „Der Favoritenstatus ist sicher bei uns, aber in einem Derby geht es immer in erster Linie über die Emotionen.“