Luchse erneut auswärts, diesmal in Trier gefordert

Im vierten Auswärtsspiel des Jahres 2019 treffen die HL Buchholz 08 – Rosengarten auf den Traditionsverein und ehemaligen Deutschen Meister DJK/MJC Trier. Die „Miezen“ belegen den 14. und vorletzten Tabellenplatz in der 2. Handball Bundesliga und kämpfen um den Klassenerhalt, doch sind sie mit 8:24 Punkten noch gut im Rennen, um das rettende Ufer letzlich zu erreichen. Nach der knappen 18:21 Niederlage gegen die „Kuties“ aus Herrenberg sind die Luchse mit 26:6 Punkten als Zweiter noch auf einem Aufstiegsplatz, aber der Kader ist durch die Verletzungen von Julia Herbst, Zehliha Puls und Sarah Lamp dezimiert. Spielmacherin Kim Land, Lynn Schneider und Natalie Axmann sind gesundheitlich angeschlagen, so dass Luchse Trainer Dudo Prelcec noch keine klare Vorstellung hat, mit welchen Spielerinnen er die Reise nach Rheinland/Pfalz antreten kann.
Beim letzten Spiel des Jahres 2018 konnten die HL Buchholz 08 Rosengarten im heimischen Luchsbau gegen die Trierinnen den 12. und zugleich höchsten Sieg mit 36:22 einfahren, aber die Situation für die Norddeutschen ist heute eine andere, zumal die „Miezen“, obwohl in den letzten Spielen nicht unbedingt erfolgreicher, aber gegen starke Gegner bessere Resultate erzielt haben. Im Derby gegen den 1. FSV Mainz 05 spielten die Trierinnen bis in die Schlussphase mit dem Tabellenvierten aus der Hauptstadt auf Augenhöhe.
Es wird für die Luchse sehr wichtig werden, ob sie im Angriff endlich wieder ihr Tempospiel durchsetzen können, denn die immer noch gut funktionierende Abwehr ist durchaus in der Lage, den Gegner im Positionsspiel zu Fehlern zu provozieren, aber dann müssen auch die Konter erfolgreich abgeschlossen werden. Ein sehr wichtiger Faktor könnte auch werden wie robust die routinierte Trierer Abwehr gegen die schnellen Norddeutschen agieren darf. Sollte es ein ähnlich hartes Spiel wie in Herrenberg geben, könnte sich dieser Umstand zum Nachteil des jungen Luchse Teams auswirken. Aber in welcher Besetzung die HL Buchholz 08 – Rosengarten das Spiel auch bestreiten mag, der Ausgang dieser Begegnung ist nicht zu prognostizieren, da zu viele Faktoren über den Spielausgang entscheiden können wie Tagesform, Anreisestrapazen, Ballsicherheit und Durchsetzungsvermögen. Dudo Prelcec weiß um die Schwere der Aufgabe: “Durch unser Verletzungspech ist jede Spielerin meiner Mannschaft gefordert, mehr Verantwortung zu übernehmen, was in der Abwehr mit Lisa Borutta, Natalie Axmann und jetzt auch mit Marleen Kadenbach ausgezeichnet geklappt hat. Aber wir müssen im Angriff mit den jungen Spielerinnen neue Lösungen erarbeiten, wenn wir in die Erfolgsspur zurück wollen.“
Marleen Kadenbach könnte im Rückraum mit ihrer Wurfkraft für mehr Flexibilität im Angriff sorgen, wenn sie die Laufwege ihrer Mitspielerinnen in so kurzer Zeit verinnerlichen kann.
Sven Dubau, der Geschäftsführer der Luchse meint gelassen: “Das Team ist durch die drei knappen Auswärtsniederlagen nicht verunsichert, sondern frei im Kopf und voller Zuversicht. Aber durch unsere momentan dünne Personaldecke wird dieses Spiel gegen den routinierten Gegner zu einer großen Herausforderung.“