Luchse bezwingen starkes Zwickauer Team mit 32:25 und feiern vorzeitig den Meistertitel

Da Spielmacherin Kim Land kurz vor Spielbeginn Anzeichen auf eine allergische Reaktion erlitt, verzichtete die Mannschaftsleitung als Vorsichtsmaßnahme auf ihren Einsatz. Die Last des kreativen Spiels lag damit allein auf den Schultern von Paula Prior.

Corinna Cupcea sah ihre Mannschaft in einem Vorbericht als krassen Außenseiter im Spiel gegen die Luchse, aber der Tabellenführer war gut beraten, diesen Gegner nicht zu unterschätzen.
Von Beginn an entwickelte sich ein tolles Handballspiel auf Augenhöhe. Die Zwickauerinnen agierten mit einer unglaublich offensiven, flinken und flexiblen Abwehr, die die Luchse vor immer neue Herausforderungen stellte. Erst in der 5. Spielminute gelang durch Paula Prior der Führungstreffer, den die Zwickauer Spielführerin Jenny Choinowski nicht nur egalisierte, sondern ihr Team konnte sich bis zur 13 Minute auf 2:5 absetzen. In dieser Phase kamen die Luchse zwar zu klaren Torchancen, doch die überragende Ela Szott im Tor, gab ihrer Mannschaft mit phantastischen Paraden viel Selbstvertrauen und verunsicherte die Spielerinnen der Heimmannschaft.
In der überfälligen Auszeit wurden die Spielerinnen der HL Buchholz 08-Rosengarten neu vom Trainer eingestellt, so dass durch Tore von Paula Prior und Zeliha Puls der Abstand auf 4:5 verkürzt werden konnte. Aber es dauerte bis zur 19 Minute, bis Johanna Heldmann zum 7:7 ausgleichen konnte, denn die Zwickauer Abwehr kämpfte verbissen und leidenschaftlich, zumal Ela Szott etliche, eigentlich unhaltbare Würfe parierte.
Doch die großartigen Zuschauer im voll gefüllten Luchsbau, peitschten ihre Mannschaft unermüdlich zu neuen Angriffswellen an. In der 23 Minute gelang den Luchsen durch Lynn Schneider und Johanna Heldmann die erste 2 Tore Führung zum 11:9. Das letzte Tor vor der Halbzeitpause blieb der überragenden Jenny Choinowski vorbehalten, die 7 Sekunden vor Ablauf der ersten 30 Minuten zum 13:11 verkürzte.

Im zweiten Abschnitt des Spiels konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen. Die Gäste überzeugten im Angriff durch schnelle variantenreiche Aktionen über die ganze Breite des Spielfeldes und Torhüterin Ela Szott hielt mit ihren Reflexen Zwickau im Spiel. Sie entschärfte übrigens 4 7m der Luchse und Jenny Choinowski verwandelte von 9 Strafwürfen 8 mal.
Aber je länger das Spiel dauerte, um so deutlicher machte sich der Kräfteverschleiß der Gäste, aufgrund des laufintensiven Spiels bemerkbar. Die Luchse lagen stets mit 2 Toren in Front und ihre gut funktionierende Abwehr konnte die Gäste bei ihren Angriffsbemühungen, immer häufiger frühzeitig stören. Auch Mareike Vogel im Tor der Luchse, erreichte in dieser Phase des Spiels ihre Bestform und konnte etliche Bälle abwehren.
Die Entscheidung zu Gunsten der Luchse in dieser mitreißenden Begegnung, lag zwischen der 48. und 52. Minute, als die Luchse, begünstigt durch 4 erzwungene Ballverluste der Zwickauerinnen, mit einem 4:0 Lauf auf 26:20 davon ziehen konnten. Bei den Toren von Paula Prior, Melissa Luschnat, Sarah Lamp und Julia Herbst zeigte sich die spielerische Klasse und das Durchsetzungsvermögen der Luchse. Die Gäste kämpften unverdrossen weiter, konnten aber die 32:25 Niederlage nicht mehr abwenden. Die Luchse haben als Team überzeugt und unter der geschickten Regie von Paula Prior verdient gewonnen.
Da die Spielerinnen der Luchse über die Niederlage der Kurpfalz Bären bei ihrem Heimspiel gegen Kirchhof noch nicht informiert worden waren, um sie nicht noch mehr zu belasten, kannte der Jubel der Mädel über die Erringung der Meisterschaft am 23. Spieltag keine Grenzen.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns bei Zwickau über ihre tolle Vorstellung im Luchsbau bedanken, denn es wurde der voraus gesagte „heiße Tanz“. Auch wünschen wir ihnen viel Erfolg im Abstiegskampf, denn bei ihren Qalitäten, sollten sie in der 2. Bundesliga bleiben.

Luchse
1 Vogel, 3 Schulz (5), 6 Schulze (1), 7 Limberg, 8 Heldmann (4), 9 Luschnat (2/0/2), 11 Lamp (3/1/1), 16 Hoogenboom, 17 Herbst (2), 21 Schult, 22 Schneider (4), 25 Prior (7/1/2), 37 Puls (3/1/2), 71 Genilke (1/1)

Zwickau
7 Kallenberg (1), 8 Kracht, 11 Pavlovic (1), 12 Zenner, 15 Bolze (1), 18 Hopp, 20 Nagy (3), 22 Sajbidor (2), 27 Choinowski (12/8/9), 28 Pester, 34 Majer (2), 51 Zuber (2), Szott