Luchse behaupten Tabellenführung mit 32:24 im Derby gegen den SV Werder Bremen

Am zweiten Spieltag der 2. Bundesliga mussten die HL Buchholz 08-Rosengarten in der Bremer Klaus-Dieter-Fischer-Halle im Derby gegen die Schützlinge von Dominic Buttig antreten und siegten nach großem Kampf ungefährdet mit 32:24. Beide Mannschaften konnten nicht in Bestbesetzung antreten, denn auch bei den Luchsen fehlten mit Kim Berndt, Julia Herbst und Cassandra Nanfack drei wichtige Spielerinnen. Eine überragende Partie zeigte die Bremer Torhüterin Marie Andresen über die gesamte Spielzeit, die mit ihren großartigen Paraden die Grün-Weißen im Spiel hielt, doch bis zur 14. Minute konnten sich die Gäste durch die sehr starke Johanna Heldmann auf 4:8 absetzen, denn die kompromisslose Buchholzer 6-0 Abwehr funktionierte ausgezeichnet und ließ den Bremer-Angriff kaum zur Entfaltung kommen. Der amtierende Meister versäumte es aber in der Folgezeit die Konzentration hoch zu halten und vergab etliche klare Tormöglichkeiten, so dass die ausgezeichnet kämpfende Heimmannschaft nach der Auszeit der Luchse in der 19. Minute durch Alina Defayay auf 9:10 verkürzen konnte. Doch auch dadurch ließ sich der Meister nicht aus der Ruhe bringen, denn bei dem folgenden 4:0 Lauf setzten sich die Luchse auf 9:14 ab, so dass sich der Werder Trainer Dominic Buttig gezwungen sah die grüne Karte zu zücken, um sein Team neu einzustellen. Auch Dubravko Prelcec nahm in der Abwehr eine Änderung vor und stellte auf 5-1 um. Die Norddeutschen konnten auf sechs Tore davonziehen, aber die Bremerinnen ließen nicht locker und verkürzten bis zum Pausenpfiff durch einen von Maren Gajewski verwandelten 7-Meter auf den Halbzeitstand von 13:17.

 

Im zweiten Abschnitt des stimmungsvollen Nord-Derbys kamen die Luchse wie in der ersten Halbzeit besser aus den Startlöchern und erhöhten den Vorsprung auf 13:19 durch Lisa Borutta und Alexia Hauff auf sechs Tore, aber die Bremerinnen kämpften unverdrossen weiter und kamen in der 42. Spielminute noch einmal bis auf drei Tore heran als Maren Gajewski zum 18:21 verkürzte. Aber die HL Buchholz 08-Rosengarten wechselten erneut die Deckungsformation auf 3-2-1 und agierten in der Folgezeit auch im Angriff konzentrierter und zielorientierter, so dass sie bis zur 50. Minute durch einen 4:0 Lauf, der mit einem verwandelten Strafwurf von Zeliha Puls abgeschlossen wurde, den Vorsprung auf sieben Treffer erhöhen konnten. Damit war auch die Entscheidung über den Ausgang des Spiels gefallen. So blieb es der Kreisläuferin Evelyn Schulz vorbehalten, die sowohl in der Abwehr als auch im Angriff eine hervorragende Leistung bot, mit ihrem sechsten Treffer für den verdienten Endstand von 32:24 für die HL Buchholz 08-Rosengarten zu sorgen.

In dem schönen Derby haben sich beide Mannschaften gesteigert, besonders auffällig bei den Bremerinnen war, dass die flinke Abwehr insgesamt nur wenig Tempogegenstöße zugelassen hat. Die Luchse haben gezeigt, dass sie auf alle Herausforderungen eine Antwort finden, aber es ist noch sehr viel Steigerungspotential vorhanden. Die mangelnde Chancenverwertung und vor allen Dingen die noch nicht vorhandene volle Konzentrationsfähigkeit über 60 Minuten dürfte dem Trainer-Team weniger gefallen haben, aber in den kommenden zwei spielfreien Trainingswochen ist Zeit genug, um diese Mängel abzustellen. Dubravko Prlcec ist insgesamt aber zufrieden: „Wir waren doch ein wenig nervös, denn ein Derby ist immer eine besondere Herausforderung. Aber unsere gut funktionierenden Abwehrformationen waren die Basis für den klaren Erfolg. Durch die verletzungsbedingten Ausfälle mussten wir viel wechseln und ich freue mich besonders, dass Alexia Hauf ihre Chance genutzt hat. Werder Bremen war eine starker Gegner und hat sich gegenüber der Niederlage in Nord Harrislee deutlich gesteigert, allerdings haben wir noch lange nicht unser volles Potential erreicht.“ Alle Buchholzer Feldspielerinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen, aber nicht immer trafen sie bei ihren Abschlüssen die richtige Entscheidung. Matthias Steinkamp vom Luchse Trainer-Team: „Mehr Krampf als Glanz im Derby in Bremen. 60 bis 80 mitgereiste Fans sorgten für Heimspielatmosphäre und halfen der Mannschaft in engen Situationen. Im Angriff sorgten Johanna Heldmann und Evelyn Schulz für Glanzpunkte im Spiel.“

 

Werder: Andresen, Anschütz, Conze (2), Seidel, Thomas, Engel (1/1/1), Mehrtens (3), Heinrich (4), Engelke (7/3/3), Gajewski (3), Güter, Döpke (1), Defayay (3)

 

Luchse: Vogel, Löbig, Schulz (6), Land (2), Kadenbach (3), Heldmann (7), Lamp (3/2/2), Nicolai (3), Geist (1), Hauf (2), Borutta (2) Puls (3/2/2)