Klarer 33:17 Auswärtssieg der Luchse gegen einen geschwächten TV Beyeröhde-Wuppertal

Zu einem vermeintlich schweren Auswärtsspiel musste der verlustpunktfreie amtierende Meister in Wuppertal gegen die Handballgirls des TV Beyeröhde-Wuppertal antreten. Im Vorfeld der Begegnung war allen Verantwortlichen der HL Buchholz 08-Rosengarten klar, dass die Trauben in der Sporthalle „Buschenburg“ sehr hoch hängen würden, aber wie schon in der vergangenen Spielzeit blieben die Westfälinnen auch in der neuen Saison von ihrem sprichwörtlichen Pech nicht verschont. Die am vergangenen Wochenende beim Sieg gegen die „Nordfrauen“ aus Harrislee mit 10 Toren groß auftrumpfende Ramona Ruthenbeck konnte nicht für ihr Team auf Torejagd gehen, da sie einen Autounfall hatte, der zwar glimpflich ausging, aber ihren Einsatz unmöglich machte. Von Beginn an wirkten die Spielerinnen des TVB geschockt und liefen bereits nach sieben Minuten einem 1:6 Rückstand hinterher. Auch eine frühe Auszeit der Trainerin Dagmara Kowalska trug kaum Früchte, denn die ausgezeichnet agierende 6-0 Abwehr mit einer glänzend aufgelegten Torfrau Mareike Vogel ließ den Vorsprung des Meisters nicht schmelzen. Bis zur 18. Minute gelang den Luchsen durch Evelyn Schulz die erste Sieben-Tore- Führung, da die aufmerksame und kompromisslose Abwehrarbeit der Norddeutschen zu etlichen Balleroberungen führte, die eiskalt genutzt wurden. Zeliha Puls erhöhte mit ihrem Treffer auf 9:18, aber die „Handballgirls“ konnten durch Lisa Havel auf den Pausenstand auf 10:18 verkürzen. Im ersten Abschnitt der Partie zeigten die Luchse eine geschlossene Mannschaftsleistung und ihre Abwehr erwies sich für die Heimmannschaft häufig als unüberwindliches Bollwerk. Im Angriff funktionierte das Tempospiel, die Konter wurden konsequent genutzt und auch beim Positionsspiel taten sich durch schnelle Ballstafetten immer wieder Lücken in der gegnerischen Defensive auf.

In der zweiten Halbzeit waren die weiter tapfer kämpfenden „Handballgirls“ nicht in der Lage die Spielfreude der Luchse entscheidend zu bremsen, zumal Hannah Kamp sich verletzte und nicht mehr eingesetzt werden konnte. So erhöhte sich der Vorsprung des amtierenden Meisters immer mehr, aber ein wirkliches Debakel blieb den Westfälinnen erspart, da aufgrund ihrer Überlegenheit die Konzentration der Gäste nachließ und viele klare Chancen vergeben wurden. Die Wuppertaler Torhüterinnen Natascha Krückemeier und Dana Centini konnten durch einige Glanzparaden die Niederlage in Grenzen halten. Auch experimentierten die Luchse im zweiten Abschnitt der Partie ein wenig und probierten ebenfalls mit Erfolg die 5-1-Abwehr. Der 33:17 Auswärtssieg geht so voll in Ordnung. So ist Luchse Trainer Dubravko Prelcec mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Besonders in der ersten Halbzeit haben wir geglänzt und über eine großartige Abwehrleistung zu unserem Spiel gefunden. Meine Vorgaben haben die Mädels wunderbar umgesetzt, so dass wir unsere Stärken etablieren konnten. In der zweiten Halbzeit konnten wir viel probieren, aber man hat auch gemerkt, dass die Konzentration nicht mehr so hoch war und wir viele Möglichkeiten ausgelassen haben, das sollten wir uns im nächsten Heimspiel gegen den BSV Zwickau nicht erlauben.“ Matthias Steinkamp vom Luchse-Trainer-Team: „Heute gibt es viel Lob für das gesamte Team! Wir haben es geschafft über die komplette Spielzeit konstant gut in der Abwehr zu stehen und hatten mit Mareike Vogel und Sophie Löbig zwei sehr starke Torhüterinnen dahinter.“

TVB Wuppertal: Krückemeier, Centini, Michailidis (1), Fabisch, Hufschmidt, Bruggemann (2), Stefens (1), Scüscz (7/4/4), Tomlik, Kamp, Knippert (5/1/0), Havel (1)

Luchse: Vogel, Löbig, Schulz (1), Land (6), Kadenbach (3/1/1), Heldmann (4), Nicolai (3), Lamp (7/3/3), Berndt (1/1/0), Herbst (1), Geist, Hauf (2), Borutta (1), Puls (4)