Herausforderungen für die kommende Saison aus der Sicht der Torwart-Trainerin Tine Lindemann

Für die kommende Saison 2019/20 ergeben sich durch die Verpflichtungen von Sophie Löbig (TSG Ober-Eschbach, 3. Liga) und Zoe Ludwig (HSG Freiburg, Aufsteiger 2. Liga) ganz neue Aufgaben. Mareike Vogel als unumstrittene Nummer 1 bei den HL Buchholz 08-Rosengarten zeigt seit Jahren herausragende Leistungen auf einem Top-Niveau. Als eine der wichtigsten Führungsspielerinnen des Teams wird sie längere Einsatzzeiten bekommen.

Die beiden blutjungen Talente aus der 3. Liga, die noch kein spezielles Torwarttraining erhalten haben, müssen an die ungleich höheren athletischen und mentalen Anforderungen der 2. Bundesliga herangeführt werden. Aber gerade Tine Lindemann als Torwartlegende mit unzähligen Erfolgen und einem reichen Erfahrungsschatz ist dazu prädestiniert, diese Aufgabe zu bewältigen, zumal sie auch eine Ausbildung als Personal-Trainerin hat und genau weiß, wo die Hebel anzusetzen sind: „Sophie und Zoe werden ein spezielles athletisches Training bekommen, um die Stabilität, besonders im Rumpfbereich zu gewährleisten, außerdem wirken diese Übungen präventiv gegen Verletzungen und ermöglichen Aktionsschnelligkeit“, erläutert die erfahrene Trainerin.

Ganz wichtig im Spiel der HL Buchholz 08-Rosengarten ist die sofortige Einleitung des Gegenstoßes. Da müssen die Laufwege der Mitspielerinnen bekannt sein und dazu noch die beste Entscheidung getroffen werden. Dies alles beherrscht Mareike Vogel auf höchstem Niveau. Die harmonische Zusammenarbeit der Abwehr mit dem Spiel der Torhüterin ist die Aufgabe der gesamten Mannschaft und hier formuliert Tine Lindemann sehr klar und deutlich ihre Ziele: „Wir wollen Mareike Vogel auf ihrem konstant hohen Leistungsniveau halten, aber sie benötigt auch Regenerationszeiten. Unsere beiden jungen Talente dürfen lernen und wir werden uns über jeden Fortschritt ihrer Leistungsfähigkeit freuen. Sie werden in Zukunft mit Sicherheit ihre Spielanteile bekommen, denn Mareike braucht im Spiel Erholungszeiten. Es ist dabei völlig unerheblich wie lange Zoe oder Sophie spielen, wichtig ist nur, dass sie ihre volle Konzentration darauf verwenden, Bälle zu halten und sich das Vertrauen bei der Mannschaft erwerben. Ein nicht gehaltener Ball ist nicht das Ergebnis einer misslungenen Parade, sondern ein Problem der gesamten Mannschaft und ein missbilligender Blick zur Torhüterin wäre dann völlig unangebracht. Es ist immer die Aufgabe des gesamten Teams darüber zu reflektieren, was man besser machen kann oder welche Maßnahme im Zusammenspiel der Torhüterin hilft. Unsere beiden Talente dürfen bei ihrem Einsatz diese Zeit positiv nutzen. Ich freue mich auf die Umsetzung dieser Aufgabe.“