Die Luchse sind zurück, deutlicher 18:32 Sieg in Trier

Die HL Buchholz 08–Rosengarten besiegten auch ohne die nicht einsatzfähigen Spielerinnen Julia Herbst, Zeliha Puls und Sarah Lamp die Trierer „Miezen“ völlig ungefährdet mit 18:32. Luchse Trainer Dudo Prelcec hatte schon im Vorfeld der Partie angedeutet, dass sein Team trotz der Rückschläge der letzten Wochen nicht von Selbstzweifeln geplagt wäre, sondern mit Mut und Zuversicht dieses wichtige Auswärtsspiel bestreiten wollte. Es war klar, dass dieses Vorhaben nur gelingen könnte, wenn die jungen Spielerinnen mehr Verantwortung übernehmen würden und das haben sie eindrucksvoll in Trier getan. Ob Marleen Kadenbach (5 Tore), Natalie Axmann (4 Tore), Lisa Borutta (4Tore) oder Cassandra Nanfack (3 Tore), die „Jungen“ waren hellwach. Aufgrund des immer noch angegriffenen Gesundheitszustands von Spielmacherin Kim Land, ließ der Trainer der HL Buchholz 08–Rosengarten diese wichtige Kreativspielerin nur noch im Angriff agieren und bildete in der 6:0 Abwehr einen Mittelblock mit Evi Schulz und Marleen Kadenbach, was sich als Volltreffer erweisen sollte, denn obwohl Marleen Kadenbach erst ihr zweites Spiel für die Luchse bestritt, harmonierte sie nahezu perfekt mit ihrer Partnerin und bildete ein kaum zu überwindendes Bollwerk für die Heimmannschaft. Hinzu kam, dass die im Verbund arbeitende flinke 6:0 Defensive hellwach war und mit Anpfiff des Spiels, die Trierer Angriffe im Keim erstickten. So gelang den Luchsen in der Trier-Arena ein Blitzstart und sie führten nach neun Spielminuten bereits mit 7:0, ehe Hannah Sattler für die DJK/MJC Trier der erste Treffer gelang. Die spielfreudigen Luchse hielten aber die „Miezen“ immer auf deutlichen Abstand und bauten ihren Vorsprung im Verlauf der ersten Halbzeit bis auf acht Tore aus als Marleen Kadenbach wenige Sekunden vor Abpfiff der ersten Halbzeit das 8:16 gelang.

Bemerkenswert im 1. Spielabschnitt war das hervorragende Zusammenspiel der Abwehr und der ausgezeichneten Torfrau Katharina Filter, die nicht nur unter Druck abgefeuerte Bälle der „Miezen“ entschärfte, sondern auch etliche Großchancen reaktionsschnell parierte. Im Angriff klappte besonders die 2. Welle und beim Positionsspiel konnte Kim Land ihre Fäden ziehen, ihre Mitspielerinnen erfolgreich einsetzen oder auch selbst mit ihren fünf Toren ihre Torgefährlichkeit eindrucksvoll unter Beweis stellen.

In der 2. Halbzeit musste die Spielmacherin nach wenigen Minuten auf einen weiteren Einsatz verzichten. Aber es gab keinen Bruch im Spiel der Luchse. Die Abwehr stellte die Heimmannschaft vor immer größere Probleme und im Angriff glänzten Marleen Kadenbach, Natalie Axmann und Lisa Borutta mit sehenswerten Abschlüssen aus dem Rückraum. So blieb das Spiel der Luchse sehr variabel und die DJK/MJC Trier fand keine Lösungen. Der Vorsprung der HL Buchholz 08-Rosengarten vergrößerte sich in der 2. Halbzeit in dieser einseitigen Partie bis zur 56. Minute auf 17 Tore, aber in den Schlussminuten konnte die Heimmannschaft noch einmal etwas verkürzen und mit dem Endstand von 18:32 ein wenig erträglicher gestalten. Für die Brisanz der Begegnung war es ein bemerkenswert faires Spiel. Die Luchse können voller Selbstvertrauen in das nächste schwere Auswärtsspiel nach Kamp-Lintfort reisen, denn wenn es den Norddeutschen gelingen sollte, wieder so als Einheit aufzutreten und über 60 Minuten konzentriert zu agieren, werden sie nur schwer zu stoppen sein.

Der ebenfalls gesundheitlich angeschlagene Luchse Trainer Dudo Prelcec sagt erleichtert: „Meine Mannschaft hat heute in jeder Hinsicht überzeugt und ich bin besonders stolz auf die jungen Spielerinnen, die mit viel Mut, Selbstvertrauen und Engagement agiert haben, so dass unser Sieg niemals gefährdet war. Jede Spielerin war von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert und hat die Vorgaben ausgezeichnet umgesetzt.“

In der Tat, wenn auch aus taktischen Gründen das Tempospiel der Luchse erst Mitte der 2. Halbzeit funktionierte, so klappte doch die 2. Welle und durch die Torgefährlichkeit im Rückraum war insgesamt das Positionsspiel der HL Buchholz 08–Rosengarten variabler.

Sven Dubau, der Geschäftsführer der Luchse äußert sich ebenfalls zufrieden: „Wenn Trier in der Arena spielt, zählt sie eigentlich zu den Mannschaften, die uns mit ihrer Routine und Abgebrühtheit so gar nicht liegen. Ich kann mich auch nicht an ein Spiel erinnern, in dem wir so dominant waren. Deshalb noch einmal ein besonderes Lob an die Mannschaft und das Trainer-Team für die ausgezeichnete Arbeit.“

Trier:

Baranovka, Eckelt, Petrovska (1), Sattler (1), Ilciukaite (1/1/0), Houben (4/2/1)

Czanik (1), Tolic (1/1/1), Zrnec, Varga (3)

Luchse:

Vogel, Filter, Schulz (5), Land (5), Schultze, Kadenbach (5), Nicolai (2),

Nanfack (3), Schneider (3/1/1), Axmann (4/3/2), Hauf (1), Borutta (4)