„Die Luchse sind los“

Ein Luchs streift durch die Lüneburger Heide. Zufällig bei Amelinghausen und Uelzen und auch an anderen Orten entstandene Wildkameraaufnahmen bestätigen diese außergewöhnliche Tatsache. Der sogenannte Heideluchs könnte ein Zuwanderer aus dem Harz sein, wo zwischen 2000 und 2006 Luchse im Nationalpark Harz ausgewildert wurden und inzwischen eine vitale Population der Tierart entstanden ist. Die Harzluchse breiten sich seit ein paar Jahren aus. Bis in die Lüneburger Heide war zuvor aber noch kein Tier vorgedrungen. Ist der Heideluchs tatsächlich aus dem Harz gekommen, so ist er das bislang am weitesten bis nach Norden vorgedrungene Individuum.

Den umgekehrten Weg schlugen nun die Damen der Bundesligamannschaft der „Handball-Luchse“ aus Buchholz in der Nordheide ein. Der frischgebackene Meister startete mit 40 Personen im Zuge der Saisonvorbereitung 2019/20 zum Besuch nach Bad Harzburg in den Nationalpark Harz, berichtete Manfred, Popp, Marketing-Mitarbeiter des Vereins.

Am 27. Juli erwartete die Handball-Luchse ein sportliches Programm in Bad Harzburg:

– Besuch des Baumwipfelpfades

– 4 Kilometer Wanderung bergauf über den Luchspfad

– Beobachtung und Fütterung der Luchse im Gehege

– Abstieg vom Burgberg oder Seilbahnfahrt in das Tal

– Grillen mit allen Beteiligten im Biergarten/ Kurpark

Die Freundschaft zwischen Handballluchsen und Naturschützern begann im August 2018 mit einem Besuch von Ole Anders in der Nordheide aus Anlass des 2. Buchholzer Handballtages.

Beide „Luchsprojekte“ sehen sich auch als Botschafter Ihrer Region. Im Harz soll dieser Kontakt nun ausgebaut werden. Es werden Gespräche über gemeinsame Unternehmungen und Aktionen geführt, da sind sich Ole Anders und Manfred Popp sicher.