Die Luchse im Derby gegen den BSV mit Außenseiter-Chancen

Am 16.01.2021 zum Abschluss der Hinserie in der 1. Bundesliga kommt es zum brisanten Derby zwischen den HL Buchholz 08-Rosengarten und ihrem Kooperationspartner Buxtehuder SV. Die Begegnung findet um 19.00 Uht in der heimischen NordHeideHalle statt, leider ohne Zuschauer. In normalen Zeiten wäre der Luchsbau sicherlich mit begeisterten Zuschauern aus allen Nähten geplatzt, aber die aktuellen Umstände lassen das nicht zu. Nach der unnötigen 26:24 Niederlage gegen Leverkusen belegen die Luchse als Tabellendreizehnter mit 8:20 Punkten den Relegationsplatz, während die Gäste im Heimspiel gegen den VFL Oldenburg knapp mit 25:24 die Oberhand behielten und mit 14:12 Punkten auf den 9. Tabellenplatz rückten.

Im zweiten Derby innerhalb einer Woche für den BSV müssen die Gäste die Favoritenrolle annehmen. Zwar stellen die Schützlinge von Dirk Leun die jüngste Mannschaft in der 1. Bundesliga, aber die Buxtehuderinnen haben bisher trotz ihrer vorübergehenden Auswärtsschwäche eine erfolgreiche Saison gespielt. So besiegten sie daheim unter anderem den Thüringer HC und eliminierten im DHB-Pokal sensationell das Ausnahme-Team von Borussia Dortmund.

Beiden Formationen ist es nicht möglich in Bestbesetzung anzutreten, da bei den Luchsen die vier Verletzten Marthe Nicolai, Evelyn Schulz, Jessica Oldenburg und Svea Geist ausfallen werden. Beim BSV fehlt noch die Top-Scorerin Caroline Müller-Korn und die lange verletzten Akteurinnen Paula Prior und Mieke Düvel haben noch nicht ihre volle Leistungsstärke erreicht. „Für mich ist der BSV favorisiert, denn sie spielen zeitweise einen tollen Tempo-Handball. In der Abwehr stehen sie meistens sicher und wir dürfen uns keine Fehler erlauben, sonst kontern sie uns eiskalt aus. Ich hoffe, dass unsere neu formierte Abwehr gut und konzentriert den Gegner ins Positionsspiel zwingen kann. Im Angriff dürfen wir uns keine unüberlegten Würfe erlauben, denn dann ist bei der Rückwärtsbewegung zu wenig Ordnung und der BSV könnte zu leichten Toren kommen. Da es sich um ein Derby handelt wird es neben einer guten Tagesform auch sehr wichtig sein, nicht nur nervenstark, sondern auch umsichtig zu agieren. Ich bin gespannt, ob uns das gelingt.“, sagt Dubravko Prelcec, der Trainer der HL Buchholz 08-Rosengaten. 
Trotz des Ausfalls von Caroline Müller-Korn ist der Rückraum des BSV stark besetzt und hier führt die deutsche Nationalspielerin Annika Lott die Torschützenliste mit 63 Treffern an. Ihr am nächsten kommen Isabelle Dölle mit 24 und Johanna Heldmann mit 21 Toren. Auf Außen brilliert die erfahrene Lone Fischer mit 60 Toren, die nicht nur bei Kontern sicher abschließt sondern auch bei Strafwürfen eiskalt verwandelt. Ebenfalls auf Außen ist Meret Ossenkopp nicht zu unterschätzen. Als Kreisläuferinnen agiert das Duo Lisa Antl (27 Tore) und Lynn Schneider (22 Tore) sehr erfolgreich. Mit den jungen Torhüterinnen Lea Rühter und Katharina Filter stehen zwei Meisterinnen ihres Fachs im Tor des BSV, die mit ihren Paraden dem Gegner den Nerv rauben können,

In dem Derby in der NordHeideHalle wird es sehr entscheidend sein, welche der beiden Mannschaften die eigene Spielidee erfolgreicher umsetzen kann. Durch die vielen Ausfälle sind die Luchse nicht mehr so eingespielt und verfügen deshalb über weniger Alternativen. Dennoch sollte die Heimmannschaft mit Mut und Selbstvertrauen auftreten, denn auch das junge Team von Trainer Dirk Leun unterliegt großen Formschwankungen. Kim Berndt, die sicherlich die beste Saison ihrer Karriere in der 1. Bundesliga spielt, ist durchaus in der Lage das Team zu führen und als verlängerter Arm ihres Trainers seine Vorgaben erfolgreich umzusetzen. Sven Dubau, der Geschäftsführer der Luchse, hofft auf einen starken Auftritt der Mannschaft: „Zwar haben wir noch nie ein Spiel gegen unseren Kooperationspartner gewinnen können, aber irgendwann endet jede Serie. Für uns ist es wichtig gut in Spiel zu kommen und von allen Positionen auch erfolgreich abschließen. Trotz der Brisanz in diesem Derby wünsche ich mir ein faires Spiel, dass beide Mannschaften von Verletzungen verschont bleiben und dass das Derby eine Werbung für den Handball wird.“