Die Handball-Luchse bleiben in der 2. Bundesliga

Liebe Sponsoren und Unterstützer der Luchse,
Liebe Fans und Handballfreunde,

mit unserem verjüngten Luchse-Team sind wir am 20 Spieltag Tabellenführer, ein Erfolg, der vor der Saison nicht vorstellbar war. Meine Erwartungen beschränkten sich darauf, im oberen Mittelfeld mitspielen zu können. Nach unserem grandiosen Start mit zwölf Siegen in Folge, wurde ich immer gefragt, ob wir nach dem zweimaligen Verzicht bei einer sportlichen Qualifikation nun endlich in die höchste Spielklasse aufsteigen würden. Ich habe schon früh damit begonnen mit kompetenten Personen, Gremien und Sponsoren die Machbarkeit dieses Vorhabens auszuloten und muss Ihnen leider mitteilen, dass ich nach Rücksprache mit meinem gesamten Team zu der Erkenntnis gekommen bin, dass ein Aufstieg unserer 1. Damen in die 1. Bundesliga, nicht zu realisieren ist. Sportlich gesehen tut mir diese Entscheidung in der Seele weh und ich gebe allen Kritikern recht, die sich etwas anderes vorgestellt haben.

Aber aus finanzieller Sicht ist ein Aufstieg ein zu hohes Risiko und von mir nicht zu verantworten, da ich auch immer des Gesamtwohl des Vereins im Auge haben muss. Ich möchte an dieser Stelle auch noch einmal an unsere Bundesliga-Saison 2015/16 erinnern als ein „Aus“ des Vereins nur mit einem Kraftakt gerade noch verhindert werden konnte.

Bei einem erneuten Aufstieg hätten wir Mehrkosten von mindestens 30 000 Euro. Diese Mehrbelastung setzt sich zusammen aus finanziellen Verpflichtungen gegenüber der HBF, erhöhten Schiedsrichterkosten, der Durchführung des Livestreams über den Sender Sportdeutschland.tv und für externe Mitarbeiter, die wir benötigen, um die Mehrarbeit abdecken zu können. Hinzu käme, dass Reisekosten viel schlechter zu planen wären, da die Vereine wie Bietigheim, Metzingen oder Dortmund, die auch auf europäischer Ebene spielen, ihre Heimspiele nur sehr kurzfristig terminieren können und so ein Verzicht auf Frühbucher-Rabatte die Reisekosten für die Luchse auf bis zu 80% erhöhen können. Ein letzter, aber sehr wichtiger Gesichtspunkt darf nicht übersehen werden: unsere Mannschaft hätte dann immer noch für ihren erheblich höheren Zeitaufwand nicht einen einzigen Cent mehr verdient.

Viele Personen haben mich gefragt, ob wir zur kommenden Saison eine Strafe bei Nichtaufstieg erhalten, wie zum Beispiel acht Punkte Abzug. Ich kann dieses mit „Nein“ beantworten. Solche Sanktionen sind zwar von den Vereinen aus der Bundesliga bestätigt worden, greifen allerdings zur kommenden Saison noch nicht!

Deshalb ist unsere Ausrichtung für die folgenden Jahre:

  1. Die HL Buchholz 08-Rosengarten stehen für regionale Stärke, Wir fördern die Ausbildung und Weiterentwicklung, um weiter zu wachsen und den Frauen- Handballsport bekannt zu machen.
  2. Wir wollen die hervorragende Kooperation mit dem Buxtehuder SV so erfolgreich wie bisher weiterleben und Spielerinnen ausbilden.
  3. Wir wollen unseren Spielerinnen ein professionelles Umfeld bieten. Diese Ziele können auch Liga-unabhängig sein. Natürlich werden wir das Ziel 1. Bundesliga nicht aus den Augen verlieren, sondern langfristig planen und bei der erfolgreichen Generierung von mehr Mitteln auch wahrnehmen.

Mit sportlichen Grüßen,

Sven Dubau


Foto: Jens Schierenbeck / Gleis11