30:35-Niederlage in Oldenburg – Erfolgserlebnis trotz Niederlage

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Am Ende kehrte die SGH Rosengarten-Buchholz mit einer achtbaren 30:35-Niederlage vom VfL Oldenburg zurück. Dabei sah es in der ersten Halbzeit zeitweise so aus, als bahne sich ein Debakel an. Am Ende sah Trainer Steffen Birkner dann doch: „Das Ergebnis ist für uns ein Erfolgserlebnis. Von denen haben wir ja in den vergangenen Wochen nicht so viel gehabt!“

Die Luchse mussten auf Sabine Heusdens, Nicole Steinfurth, Lareen Gräser und Zorica Despodovska verzichten. Alle vier saßen auf der Tribüne der EWE Arena und fieberten mit. In der

ersten Halbzeit mussten sie mit ansehen, wie sich die – ebenfalls keineswegs in Bestbesetzung angetretenen – Oldenburgerinnen, schnell mit 7:2-Toren (8.) absetzten. In den Gesichtern der Gastgeberinnen konnte man die Überraschung ablesen, wie einfach ihnen teilweise die Tore gemacht wurden. Sie tauchten immer wieder frei erst vor SGH-Torfrau Mareike Vogel, dann vor Jennifer Knust auf. Vorne liefen sich die SGH-Angreiferinnen immer wieder in der Deckung fest und es gab zahlreiche unnötige Ballverluste. Der Rückstand wuchs bis zur Halbzeit auf 11:21.

Trainer Steffen Birkner rüttelte seine Spielerinnen in der Kabine wach. Mit Erfolg, sein Team trat jetzt deutlich engagierter auf und im zweiten Durchgang konnte sich der kleine Luchse-Anhang am wieder erwachten Kampfgeist erfreuen. Auch der Einsatz von Vanessa Nentwich trug dazu bei. Die „Leihgabe“ der zweiten Damen saß in de

r ersten Halbzeit noch auf der Tribüne und machte sich in der Pause warm. „Sie hat uns vor allem körperlich geholfen und Stabilität gegeben“, bobachtete Trainer Steffen Birkner. Der Einsatz fiel ihm nicht leicht, hat sich Nentwich jetzt fest gespielt und kann der zweiten Mannschaft erst einmal nicht mehr helfen. Das SGH-Team spielten im zweiten Durchgang kompakter und hielt insgesamt besser dagegen, auch wenn Oldenburg die Zügel doch schleifen ließen.

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Jennifer Winter mit sechs Toren in der zweiten Halbzeit. Oben: Meike Schult mit vollem Einsatz.

Im Tor merkte man, dass Jennifer Knust nach ihrem Kreuzbandriss wieder besser in Form kommt. Zeitweilig blitze die Form der Aufstiegssaison auf und sie zeigte einige klasse Paraden. Jetzt wurden Tempogegenstöße endlich erfolgreich abgeschlossen. Im Angriff lebte Jennifer Winter an alter Wirkungsstätte förmlich auf. Mit insgesamt sechs Treffern – alle in der zweiten Halbzeit – war sie zusammen mit Sarah Lamp erfolgreichste SGH-Torschützin. So verkürzten die Luchse den Abstand immer wieder und am Ende stand eine achtbare 30:35-Niederlage. Am Ende bedankten sich die Luchse bei der kleinen mitgereisten Fan-Gruppe. „Wir haben erstmals in der erste Liga 30 Tore geworfen“, bemerkte Birkner positiv. Insgesamt wechselte Steffen Birkner gut und klug durch, „um die Last auf möglichst viele Spielerinnen zu verteilen.“ Schließlich wartet bereits am Samstag, 23. Januar, mit Dortmund der nächste schwere Gegner in der Bucholzer NordHeideHalle. Anwurf ist um 19 Uhr.

Tore für die SGH: Jennifer Winer, Sarah Lamp (je 6), Lisa Prior (5), Jill Meijer, Meike Schult, Isabell Kaiser, Melissa Luschnat (je 3), Katharina Naleschinski (1).