32:27 Arbeitssieg gegen den HC Rödertal

Am 22. Spieltag besiegten die HL Buchholz 08-Rosengarten in der heimischen NordHeideHalle die „Rödertalbienen“ aus dem sächsischen Großröhrsdorf mit 32:27 und behaupteten ihre Tabellenführung mit 37:7 Punkten vor den Kurpfalz Bären und dem 1. FSV Mainz 05.

Schon früh war zu merken, dass die sonst so zuverlässige und aggressive 6-0 Abwehr der Luchse nicht besonders gut funktionierte und den Gästen leichte Torerfolge ermöglichten. Zwar geriet die Heimmannschaft während des gesamten Spiels niemals in Rückstand, aber es hätte auch anders kommen können. Nach dem 5:5 Ausgleich durch Brigita Ivanauskaite in der 8. Spielminute scheiterten die Bienen zweimal infolge an der wiederum überragend haltenden Mareike Vogel, so dass die Luchse sich in der Folgezeit bis zur 16. Minute durch Zeliha Puls mit vier Treffern zum 11:7 absetzen konnten. Die auf 5-1 umgestellte Abwehr erwies sich als etwas stabiler, doch die Sächsinnen kämpfen sich bis zur 26. Minute durch einen von Julia Mauksch verwandelten Strafwurf zum 12:12 Gleichstand. Noch einmal konnten die „Bienen“ nach dem postwendenden Führungstreffer von Laura Schultze durch Rabea Pollakowski zum 13:13 ausgleichen, aber die Schlussphase der 1. Halbzeit gehörte den Luchsen, die mit einem 3:0 Lauf durch Natalie Axmann und zweimal KimLand erfolgreich waren und den ersten Durchgang mit einem 16:13 abschlossen. In den ersten 30 Minuten boten die HL Buchholz 08-Rosengarten eine durchwachsene Partie. Zu loben sind eigentlich nur die großartige Mareike Vogel im Tor und die kluge Regie führende Kim Land, die in den entscheidenden Momenten die Lücken erspähte und gnadenlos abschloss. Die Gäste aus Sachsen waren durch den Ausfall von Brigita Ivanauskaite aufgrund einer Fingerverletzung von in der 25. Minute sicherlich gehandicapt,das Team aber war mit Sicherheit geschockt, denn nach Wiederanpfiff der Partie legten die Luchse einen Blitzstart hin und führten bereits in der 35. Spielminute mit 20:13. Das war auch schon die Vorentscheidung in dieser Partie, denn die Gäste konnten die Führung der Luchse nie mehr als auf fünf Tore verringern. In der 50. Minute schaffte Natalie Axmann mit ihrem 29:21 die deutlichste Führung der Norddeutschen im gesamten Spiel. Im Luchse-Team wurde munter durchgewechselt und der Vorsprung geschickt verwaltet. Die in der zweiten Halbzeit erheblich effektivere 6-0 Abwehr wurde noch einmal auf 3-2-1 umgestellt, um der Mannschaft Gelegenheit zu geben, diese Variante noch einmal zu probieren und so konnten die Gäste in den letzten Spielminuten den Endstand von 32:27 für die Luchse etwas erträglicher gestalten. Letztlich war es für die HL Buchholz 08-Rosengarten ein ungefährdeter Arbeitssieg gegen die Gäste aus dem sächsischen Großröhrsdorf. Bemerkenswert waren auf jeden Fall die Torwartleistungen von Mareike Vogel und der jungen Katharina Filter. Die Form von Spielmacherin Kim Land mit ihren neun Toren ist bestechend und die sechs verwandelten Strafwürfe von Lynn Schneider sprechen für ihre Nervenstärke.

Matthias Steinkamp vom Luchse Trainer-Team ist der Meinung: „Unser Team erkämpft sich trotz widriger Umstände in der Trainingswoche zwei Punkte zu Hause gegen Rödertal. Diverse krankheitsbedingte Ausfälle sowie das verletzungsbedingte Fehlen von Sarah Lamp und Alexia Hauf ließen die Trainingsgruppe zwischenzeitlich auf sechs Spielerinnen schrumpfen. Trotzdem bleiben wir durch eine solide Mannschaftsleistung zu Hause weiter ungeschlagen. Kim Land führte gekonnt Regie und erzielte neun Tore. Nach überstandener Verletzung erzielte Zeliha Puls fünf Tore und meldete sich stark zurück.“ Auch Gäste-Trainer Frank Mühlner äußerte sich in der kurzen Pressekonferenz nach dem Spiel: „Zunächst hoffe ich, dass die Verletzung von Brigita Ivanauskaite nicht zu schwer ist. Am unzufriedensten bin ich mit der Wurfleistung meiner Mannschaft. Wir haben uns heute vor dem gegnerischen Tor zu schwergetan. Auf der anderen Seite waren wir zu passiv in der Deckung und haben die Luchse immer wieder zu nah vor unser Tor gelassen.“ Das letzte Wort gebührt dem Luchse Trainer Dudo Prelcec: „Es ist unglaublich wichtig, auch solche Spiele erfolgreich zu gestalten, wenn deine Mannschaft nicht die Bestform erreicht, zumal der HCR als 6. in der aktuellen Bundesliga Tabelle nicht gerade nur Laufkundschaft verkörpert. Aufgrund der äußeren Umstände bin ich insgesamt zufrieden und hoffe nach erfolgreicher Regeneration der Mannschaft auch das Derby in Harrislee erfolgreich absolvieren zu können, um dann in der nachfolgenden Pause die Akkus wieder aufzuladen.“

Luchse: Vogel, Filter, Schulz (2), Land (9) Schultze (1), Kadenbach (2), Nicolai (1), Herbst (2), Schneider (6/6/6), Axmann (2), Borutta (2), Puls (5)

HCR: Rammer, Mauksch (9/6/4), Szczecina (2), Boesen, Ossenkopp (5), Hasselbusch, Alesiunaite, Ivanauskaite (3), Neustadt, Eckart (1), Zöge (2), Kreibich (1), Pollakowski (3), Loehnig (1)

Handball- Luchse 2018 im Studio und Rudolf Sievers