25 Minuten Klasse Handball reichen zum Sieg in Berlin

Die HL Buchholz 08 – Rosengarten schafften auch in der Halle Berlin Charlottenburg gegen die „Spreefüxxe“ einen schwer erkämpften 25:28 Sieg und bleiben auch im 9. Spiel verlustpunktfrei auf dem 2. Platz der Tabelle. Die Luchse begannen furios und setzen sich innerhalb von 20 Minuten mit 10 Toren zum Spielstand von 3:13 deutlich von der Heimmannschaft ab. Auch zwei Auszeiten des portugiesischen Trainers Gonzalo Neto da Silva Miranda brachten nicht den erhofften Umschwung, da die Luchse sich diszipliniert an die Vorgaben des Buchholzer Trainer-Teams hielten und Spielmacherin Kim Land gekonnt Regie führte, je nach Erfordernissen, die Partie mal schnell machte oder beruhigte. Vorne kamen die Gäste immer häufiger zu klaren und schön herausgespielten Aktionen, die auch sicher genutzt wurden. Die ungemein flinke und variable Abwehr erstickte die Angriffsbemühungen der „Spreefüxxe“ bereits im Ansatz, so dass sie selten zu kontrollierten Abschlüssen kamen. Außerdem zeigte Mareike Vogel erneut eine tolle Leistung und entschärfte mit ihren Paraden viele Gelegenheiten der Berlinerinnen. Der Bruch im Spiel der Luchse begann in der 21. Minute mit drei nicht ausgespielten Kontern und eröffnete den „Spreefüxxen“ die Möglichkeit, den Abstand auf sieben Tore, zum Halbzeitstand von 8:15 zu verkürzen.Es war klar, dass die Füchse aus Reinickendorf bei ihrem Kampfgeist das Spiel noch lange nicht aufgegeben hatten. In der 2. Hälfte der Partie hatte dennoch dieser Vorsprung bis zur 35. Minute Bestand, aber es war schon auffällig, dass die Leichtigkeit im Spiel der Gäste verschwunden war, zumal die vorher so aufmerksam agierende Abwehr immer größere Lücken aufwies. Als es den Berlinerinnen gelang durch kurze Deckung die Kreise von Spielmacherin Kim Land weitgehend einzuengen, kam die Heimmannschaft immer besser ins Spiel. Angeführt von der spielfreudigen Anna Blödorn (7 Tore) reduzierten die „Spreefüxxe“ den Vorsprung der HL Buchholz 08 – Rosengarten bis zur 48. Minute auf ein Tor, denn die taktische Variante im Angriff mit der 7. Feldspielerin zu agieren zeigte Wirkung, zumal die Luchse durch die vielen Strafzeiten häufig in Unterzahl spielen mussten. Zwar verwandelte Vanessa Magg alle ihre sechs geworfenen 7 Meter eiskalt, aber der Ausgleich sollte den Berlinerinnen nicht mehr gelingen, denn der unbändige Siegeswille des jungen Luchse-Teams war ungebrochen. Beide Trainer nutzten alle ihnen zur Verfügung stehenden taktischen Möglichkeiten, doch in der 50. Spielminute griff die Luchse-Deckung mit unterschiedlichen Abwehrformationen. Gerade in dieser heiklen Phase zeigte sich aber auch die Erfahrung von Torhüterin Mareike Vogel, als sie mit einer Doppelparade die Sicherheit in das Spiel ihrer Mannschaft zurückbrachte. Die ungemein agressive 4 – 2 Deckung zwang die Heimmannschaft zu Ballverlusten und innerhalb von wenigen Minuten erzwangen die Luchse bis zur 57. Minute mit ihrem Tempospiel und dem individuellen Durchsetzungsvermögen von Sara Lamp und Lynn Schneider wieder eine 6-Tore-Führung zum Spielstand von 21:27. Die Entscheidung zu Gunsten der Luchse gegen die nie aufgebenden Berlinerinnen war gefallen. So zeigt auch der Endstand von 25:28 wie sehr das Spiel auf Messers Schneide stand. Sichtlich erleichtert zeigte sich Luchse Trainer Dudo Prelcec nach dem Spiel: „Wir wussten, dass es zu einem Spiel auf Augenhöhe kommen würde, denn meine junge Mannschaft ist momentan noch nicht in der Lage bei einer hohen Führung die mentale Spannung aufrechtzuhalten, aber wir arbeiten daran.“ Die Zuschauer in der Charlottenburger Halle erlebten ein spannendes und stimmungsvolles Spiel, in dem die Fans beider Mannschaften ihre Teams unaufhörlich lautstark unterstützten. Matthias Steinkamp vom Buchholzer Trainer-Team erklärt abschließend: „Trotz der Höhen und Tiefen des heutigen Spiels sind wir heilfroh weiter ungeschlagen zu sein und werden jetzt unser Hauptaugenmerk auf das Top-Spiel gegen die Kurpfalz Bären Ketsch richten. Allerdings werden wir uns solche Schwächen wie im Spiel gegen die Füchse nicht erlauben dürfen, wenn wir weiter erfolgreich sein wollen.“