20 grandiose Minuten in der zweiten Halbzeit sichern den Luchsen den deutlichen 31:22 Sieg gegen Waiblingen

In einem rasanten Spitzenspiel besiegten die HL Buchholz 08-Rosengarten in der heimischen NordHeideHalle den VfL Waiblingen mit 31:22. Die Luchse sind zusammen mit Halle Neustadt das einzige Team ohne Punktverlust und untermauerten mit 10:0 Zählern eindrucksvoll ihren zweiten Platz in der aktuellen Tabelle der 2. Bundesliga.

Im gut besuchten Luchsbau erwischte die Heimmannschaft den besseren Start und konnte durch Zeliha Puls auf 4:1 enteilen, aber bereits in der 11. Minute schaffte Simona Nikolovska den 6:6 Ausgleich, weil die zuerst gut funktionierende 6-0 Abwehr der Luchse keinen Zugriff auf den ungemein starken Rückraum der Schwäbinnen fand. Die sehr offensive 3-2-1 Deckung der Gäste stellte die Schützlinge von Dubravko Prelcec vor große Probleme, da es immer schwerer wurde Lücken zu finden und erfolgreich abzuschließen. Nach einem verworfenen Strafwurf der Luchse war es wiederum Simona Nikolovska, die ihr Team erstmals mit 6:7 in Führung bringen konnte, so dass Dubravko Prelcec sich gezwungen sah, die erste Auszeit in Anspruch zu nehmen. Zwar gelang durch Johanna Heldmann wieder die Führung zum 9:8, aber in der Folgezeit zogen die Gäste bis zur 23. Minute durch einen 4:0 Lauf auf 9:12 davon. Wieder sah sich Luchse Trainer Dubravko Prelcec gezwungen die grüne Karte zu ziehen, um sein Team neu einzustellen, diesmal mit Erfolg. Die neu formierte 5-1 Abwehr agierte jetzt aufmerksamer und vorne im Angriff wurden die sich bietenden Möglichkeiten konzentrierter genutzt. Mit einem rasanten 5:1 Lauf gelang Svea Geist durch ihren erfolgreichen Abschluss die knappe 14:13 Halbzeitführung für die HL Buchholz 08-Rosengarten.

Foto: Karsten Schaar

Im zweiten Abschnitt der Partie hatten die Gäste den besseren Start und konnten das Spiel in der 35. Minute drehen als sie sich erneut eine 16:17 Führung erkämpften. In der Folgezeit behaupteten die „Tiger-Girls“ zwar ihre Führung, aber die nun auf eine defensivere Variante umgestellte 3-2-1 Abwehr der Luchse fand immer mehr Zugriff auf die Angriffsbemühungen der Schwäbinnen. Auch die Einwechselung von Marleen Kadenbach brachte neuen Schwung in die Offensive der HL Buchholz 08- Rosengarten, denn ihr gelang in der 43. Minute wieder die Führung zum 20:19 für die Heimmannschaft. Auch die von Nicolaj Andersson genommene Auszeit konnte das sich anbahnende Unheil seines Teams nicht mehr verhindern, denn die unglaublich offensive 3-2-1 Abwehr wurde von der großartigen Kim Berndt dreimal in Folge düpiert, so dass die Luchse in der 38. Minute mit 23:19 in Führung gehen konnten. Erneut zückte der Gästetrainer die grüne Karte, aber nichts ging mehr bei den „Tiger-Girls“. Unaufhaltsam zogen die Luchse davon und erhöhten durch Marleen Kadenbach auf 25:20. Selbst eine doppelte Unterzahl konnten den amtierenden Meister nicht mehr stoppen. Mit begeisterndem Handball zogen die HL Buchholz 08- Rosengarten Tor um Tor davon und zeigten dabei alle Varianten des modernen Handballs. In der 58. Minute verzückte Kim Land mit einem wunderschönen Kempa das Buchholzer Publikum. Den Schlusspunkt in dieser tollen Partie setzte Zeliha Puls mit ihrem Treffer zum 31:22. Die Zuschauer in der NordHeideHalle spendeten ihrer Mannschaft stehende Ovationen. Trotz der klaren Niederlage haben die Schwäbinnen nicht enttäuscht sondern den Luchsen alles abverlangt. Letztlich war es ein Sieg, der mit sehr viel Geduld, einem sehr breiten Kader und einem unbändigen Siegeswillen errungen wurde. Luchse Trainer Dubravko Prelcec ist mit der Leistung seiner Mannschaft vollkommen zufrieden: „Es war das erwartet schwere Spiel gegen eine der vier besten Mannschaften der 2. Bundesliga. Mein Team hat immer an sich geglaubt und alles in die Waagschale geworfen, um diese Partie erfolgreich zu gestalten, was ihr in den letzten Minuten eindrucksvoll gelungen ist. Wir müssen aber in Zukunft unsere zahlreichen Chancen noch besser nutzen.“

Matthias Steinkamp vom Luchse Trainer-Team fasst noch einmal zusammen: „Wir erwischten einen guten Start ins Spiel, bekamen aber im weiteren Verlauf immer weniger Zugriff auf den starken Rückraum aus Waiblingen. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mit Höhen und Tiefen gingen wir mit einer knappen Führung in die Pause. Über die Breite im Kader, einer sehr beweglichen 3:2:1 Abwehr und einer überragenden Mareike Vogel im Tor bekamen wir das Spiel in der zweiten Halbzeit immer besser in den Griff, so dass wir ab der 40. Minute angeführt von einer entfesselten Kim Berndt und der Durchschlagskraft von Marleen Kadenbach einen 13:3 Lauf hinlegten. Diese geschlossene Mannschaftsleistung macht Lust auf mehr.“

Luchse: Vogel, Löbig, Schulz (2), Land (5), Kadenbach (3), Heldmann (5), Nicolai (2), Lamp (2/2/1), Berndt (4), Herbst (1), Geist (2), Hauf, Borutta, Puls (5/2/1)

Waiblingen: Hoogenboom, Pavic, Kynast (3/1/0), Teixeira da Silva, Hagen (2/1/0), Smits (0/1/0), Padutsch (3), Berisha (4/2/4), De Bellis (2), Nikolovska (4), Ridder, Jäger (4)

Foto: Karsten Schaar