Quelle: Winsener Anzeigen
Buchholz. Da war mehr drin! Für die Handballerinnen der SGH Rosengarten-Buchholz setzte es in der Buchholzer NordHeideHalle gegen den Tabellenführer TuS Metzingen eine unnötige 20:25-Niederlage. Die starke Defensivleistung konnte durch unzählige vergebene Torchancen nicht belohnt werden.
Schon zu Anfang der Partie deutete sich an, dass es in dieser Begegnung für die Gastgeberinnen an einer mangelnden Chancenverwertung hapern könnte. Beide Seiten agierten mit viel Tempo, ließen dabei aber die Genauigkeit in ihren Aktionen vermissen. Nach dem ersten offenen Schlagabtausch nahmen sich beide Teams mehr Zeit für ihre Angriffe, taten sich dabei aber aus dem Positionsspiel heraus schwer. Nach 15 Minuten hatten die Luchse erst vier Tore erzielt, und Coach Martin Hug nahm die Auszeit. Scheinbar hatte er die richtigen Worte gefunden: Rachel Wilhelm, die schon vorher zwei der vier SGH-Tore erzielt hatte, sorgte mit drei Tempogegenstößen in Folge für den 7:7-Ausgleich in der 19. Minute.
Hug wechselte schon früh in der Partie viel, brachte Melanie Schliecker für Kaja Schmäschke, Suelin Demir für Sandra Heinzelmann, setzte Janne Wode nur in der Deckung und Pia Hildebrand nur im Angriff ein. „Unter der Woche konnte kaum jemand aus meinem Rückraum trainieren, da habe ich früh mit dem Durchwechseln angefangen“, erklärte Martin Hug, der zudem auf Sanne Hoekstra und Julia Harms verzichten musste.
Trotzdem war Rosengarten-Buchholz gut im Spiel, auch dank einer guten Deckungsarbeit, aus der immer wieder Tempogegenstöße gelaufen werden konnten. So brachte Suelin Demir die SGH mit zwei Treffern zum 9:8 wieder in Führung, die bis zwei Minuten vor der Pause gehalten werden konnte. Dann wollten es die Gastgeberinnen zu schnell und schön machen, verloren dabei aber die Kontrolle über den Ball und verstolperten die Angriffe. Das bestrafte Metzingen, das mit einem 4:0-Lauf in den letzten drei Minuten vor dem Seitenwechsel die Führung auf 13:11 ausbaute.
Den Beginn des zweiten Durchgangs verschliefen die Handballerinnen von Martin Hug komplett, und die Gäste setzten sich weiter auf 16:11 ab. Als dann Kaja Schmäschke für zwei Minuten vom Parkett musste, war der Kampfgeist der Luchse wieder geweckt. In der Abwehr ging die Variante – gegen die starke Annamaria Ilyes (10/2) nicht mit einer Manndeckung zu agieren, sondern sich mehr auf die anderen Rückraumspielerinnen zu fokussieren – immer besser auf. Auch Torhüterin Turid Arndt wurde immer stärker, hatte bei ihren Paraden allerdings oft Pech, da der Ball bei Metzingen landete und die Gegnerinnen die zweite Chance nicht liegen ließen. Trotz vieler vergebener Chancen, darunter drei Tempogegenstöße und ein Siebenmeter, konnte Rosengarten-Buchholz den Fünf-Tore-Rückstand auf einen Treffer zum 17:18 verkürzen. „In dieser Phase hatten wir das Spiel absolut im Griff, obwohl wir vereinzelt noch ziemliches Pech hatten“, meinte Hug. Doch im Gegenzug hat die Abwehr bei einem direkt verwandelten Freiwurf aus neun Metern geschlafen. „Das war sehr ärgerlich. Eigentlich müssen wir in dieser Phase in Führung gehen, stattdessen kassieren wir so ein unnötiges Gegentor“, sagte der SGH-Trainer. Diese Aktion war auch der Knackpunkt des Spiels, da die Gastgeberinnen anschließend die Köpfe etwas hängen ließen. „Wir haben gemerkt, dass hier für uns was drin war, aber irgendwie sollte es einfach nicht klappen“, erklärte Hug, der gegen Ende noch einmal alles versuchte und seine Spielerinnen offensiv decken ließ, wodurch bei Metzingen auch die bis dahin wenig torgefährlichen Spielerinnen zu Treffern kamen.
Die Tore für die SGH Rosengarten-Buchholz erzielten Rachel Wilhelm (6), Pia Hildebrand (5/1), Marcella Deen (3), Janne Wode, Suelin Demir und Kaja Schmäschke (je 2).
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