Erste Saisonniederlage – und das mit Recht

Die ersten 3-4 Minuten des Spiels liefen ziemlich ausgeglichen hin und her. Jeder Angriff ein Treffer und Deckungsreihen, die ihren Aufgaben nicht nachkamen.

Doch danach haben sich auf unserer Seite die Fehler gehäuft und Munster konnte ungefährdet die Führung übernehmen und kontinuierlich ausbauen. Die einfach gehaltenen aber sehr gut strukturierten Angriffe des Teams aus Munster haben uns mit zunehmender Spieldauer gerade im 1: 1 Verhalten an unsere Grenzen in der Abwehr gebracht. Hinzu kamen eine Unzahl an technischen Fehlern auf unserer Seite, die es Munster leicht gemacht hat doch noch einen Rhythmus in das Deckungsspiel zu bekommen. Exemplarisch für die gesamte 1. Hälfte steht unser letzter Angriff vor dem Halbzeitpfiff. Nach Ballgewinn haben wir noch ca 20 Sekunden Zeit den Angriff auszuspielen. 13 Sekunden vor dem Ende des ersten Durchgangs nehmen wir unsere Auszeit um noch einmal zu besprechen wie die verbliebene Zeit genutzt werden kann um noch einen Treffer zu erzielen, ohne selbst noch einmal einen Gegentreffer hinnehmen zu müssen.

Und das ganze TAM-TAM endet mit einem Fangfehler ohne Bedrängnis und …… Ballverlust.

Zum Glück – Halbzeitpause; die Chance nach einem Verschnaufen und einer Besprechung alles besser zu machen war gegeben. Noch war nicht alles verloren einen Halbzeitrückstand von 3 Toren (14:11) hatten wir in dieser Saison bereits einige Male akzeptieren müssen und noch in einen Sieg umbiegen können. Jedoch zu glauben dass so etwas immer wieder gelingt, ist eben ein Trugschluss.

Die ersten Minuten des zweiten Durchgangs liefen zwar nach Plan und wir konnten den Rückstand auf 15:13 verkürzen, aber dies war nur ein kurzes Aufflackern einer Idee von „Gegenhalten“. Im weiteren Verlauf des Spiels haben wir völlig den Faden verloren, uns immer weniger mit dem Spiel beschäftigt um dafür immer mehr Energie in Frustaktivitäten, Kurzschlussreaktionen und unangenehme Ansprachen in Richtung Schiedsrichter zu stecken. Der Rückstand stieg immer mehr an und niemand war bereit aus seinen Fehlern kurzfristig zu lernen, um evtl doch noch einen Sieg möglich zu machen –wichtiger war es offenbar seinen aufgestauten Gefühlen nachzugeben und ihnen ungefiltert in alle Richtungen freien Lauf zu lassen. Diverse Fehlwürfe, technische Fehler und vor allem auch 2 Minuten Strafen haben dann unser Schicksal in diesem Spiel besiegelt. 33 Gegentreffer davon 19 in der zweiten Halbzeit zeigen deutlich auf, dass die Disziplin über Bord geworfen wurde, von Konzentration überhaupt keine Rede gewesen sein konnte und das der Einsatz eher Richtung mangelhaft einzustufen war.

So, … nun hoffen wir einmal darauf, dass sich dieses Verhalten als „Eintagsfliege“ herausstellt und wir im nächsten Spiel gegen den heimlichen Tabellenführer aus Dannenberg (sie haben am wenigsten Minuspunkte und bisher noch kein Spiel verloren) wieder voll in der Spur sind. An dieser Stelle noch einen Glückwunsch Richtung Munster für dieses couragierte, disziplinierte und sehr gut geführte Spiel mit einem völlig – auch in dieser Höhe verdienten – Sieg.